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Tagblatt Online, 02. Juli 2012 07:06:00

FC Kreuzlingen braucht Verstärkungen

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Das waren noch Zeiten: Marc Hodel (l.) im GC-Dress. (Bild: Archivbild: Michel Canonica)

FUSSBALL. Der neue Trainer Marc Hodel hat den Thurgauer Erstligisten Kreuzlingen ausgewählt, weil er in den Gesprächen den professionellsten Eindruck hinterliess. Eine erste Kadersichtung hat es an den Tag gebracht, es braucht Verstärkungen.

RUEDI STETTLER

Heute Montag steigt der FC Kreuzlingen in seine zweite Vorbereitungswoche unter dem neuen Übungsleiter Marc Hodel. Als Aufsteiger in die 1. Liga Classic muss der FCK bis zum Saisonstart am 8. August das Optimale aus den nächsten Wochen herausholen. Am 25. Juni galt es für die «alten» FCK-Akteure wieder ernst. Momentan tummeln sich bei den Einheiten allerdings auch verschiedene Testspieler.

Hodel sieht das alles pragmatisch: «In der jetzigen Phase ist wie immer noch kein Fleisch am Knochen. Es fehlen verschiedene Leute. Wir sind am Improvisieren.» Vorgesehen sind fünf Testpartien. Mehr will der neue Coach eigentlich nicht: «Ich trainiere lieber. Da bekomme ich mehr Aufschluss über den Fitnessstand. Viermal pro Woche mindestens eineinhalb Stunden sind wir am Üben. Und dann folgt am Wochenende ein Match.» Der erste wird gegen Seuzach ausgetragen.

Kreuzlingen nimmt vom 21. bis zum 27. Juli neben Pfullendorf, Singen und Ravensburg auch am Markdorf-Cup in Meersburg teil. Dort kann Hodel dann sicher schon einiges mehr über die neue Zusammensetzung seiner Mannschaft sagen.

Zwei Leistungsträger

In der Schlussphase der Meisterschaft hat sich Marc Hodel die eine oder andere Begegnung der Thurgauer angesehen. Und ist schon damals zum Entschluss gekommen: «Wir brauchen nebst den Ergänzungsspielern sicher zwei sehr gute neue Leistungsträger. Man darf nicht vergessen, wir müssen uns jetzt in einer höheren Liga behaupten.»

Warum kam er nach eineinhalb Jahren Pause gerade auf den FC Kreuzlingen als seinen neuen Wirkungsort? Der am 6. November 42 Jahre alt werdende Blondschopf lacht: «Warum ist der FCK gerade auf mich gekommen? Daniel Bollmann hat mich kontaktiert und dann hat sich recht rasch gezeigt, dass daraus etwas werden könnte. Ich war wirklich beeindruckt vom professionellen Auftreten und Vorgehen der Vereinsverantwortlichen. Darum habe ich zugesagt.»

Natürlich wurde er schon vorher ab und zu angefragt, ob er wieder ins Trainer-Metier einsteigen wolle. Auch von Challenge-League-Clubs, denn bis auf diese Stufe reicht sein Diplom. Es war nichts Passendes dabei.

Dass er jetzt viermal pro Woche den Weg von seinem Wohnort Baden nach Kreuzlingen zurücklegen muss, stört den 13fachen Schweizer Nationalspieler (1998 bis 2000) überhaupt nicht: «Da ist eine Stunde Fahrzeit. Das geht gut. Zumal ich mich ja sowieso viel in Zürich aufhalte, bin ich rasch am Bodensee.»

50-Prozent-Pensum in Zürich

Nach 15 Jahren als Profi hat sich Marc Hodel auch ein berufliches Standbein gesichert. Er ist mit einem 50-Prozent-Pensum bei der Team Sport Academy Zürich als Sportlicher Leiter angestellt: «Das macht mir viel Spass. Wie eben halt der Fussball auch.» Verteidiger Hodel begann seine Aktiv-Karriere bei Baden, wechselte 1992 für eine Saison zu St. Gallen, bevor er über Zürich und die Grasshoppers zu Wohlen kam.

Hodel war vier Jahre lang mit der ehemaligen Miss Schweiz Anita Buri aus Berg verheiratet. Die beiden haben einen Sohn.




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