Thurgauer Offensivkraft

UNIHOCKEY ⋅ In einer NLB-Doppelrunde besiegt Floorball Thurgau zunächst den NLA-Absteiger Grünenmatt mit 10:2, tags darauf Ticino mit 9:8 nach Verlängerung.
30. November 2017, 05:18
Simon Huber

Simon Huber

sport@thurgauerzeitung.ch

Mehrere Jahre ist es her, seit Floorball Thurgau zuletzt auf den UHC Grünenmatt getroffen war. Damals, im Cup, sah die Ausgangslage noch anders aus. Grünenmatt war auf bestem Weg, das NLA-Playoff zu erreichen, Thurgau zeigte als Aufsteiger in der NLB eine starke Saison. Von einer Sensation wurde berichtet, als der Aussenseiter aus der Ostschweiz die Emmentaler mit 6:3 aus dem Wettbewerb geworfen hatte. Nach einem Umbruch folgte vergangene Saison der Abstieg Grünenmatts. Und wirft man einen Blick auf die aktuelle NLB-Tabelle, wird klar, dass die Favoritenrolle diesmal auf Seiten der Ostschweizer lag. Nach einer verhaltenen Startphase ging Floorball Thurgau mit einer 1:0-Führung in die erste Pause.

Trotz zahlreicher Chancen gelang es aber nicht, den Vorsprung komfortabel auszubauen. Erst nach der Hälfte des Spiels erzielte das Heimteam das 2:0. Nun kamen auch die Berner besser ins Spiel. Umso wichtiger, dass Luca Altwegg das Skore nach schönem Zuspiel von Conrad auf 3:0 erhöhte. Nach diesem Tor war der Bann gebrochen. Es folgte ein Offensivspektakel, in dem Floorball Thurgau innerhalb von zehn Minuten sechs Tore erzielte. Am Ende resultierte ein 10:2-Sieg.

Zum Start in die NLB-Rückrunde gastierte Floorball Thurgau tags darauf in Bellinzona. Trotz Heimsieg in der Hinrunde erwartete die Ostschweizer gegen Ticino ein schwieriges Spiel. Das Heimteam agierte aufsässig und kam durch Unsicherheiten in der Thurgauer Defensive zu guten Möglichkeiten. Nach dem ersten Drittel führten die Tessiner 2:1. Sie hatten auf die Spielweise der Thurgauer stets eine Antwort parat. Nach zwei Dritteln führten sie noch immer 5:4. Nach dem 8:6 im Schlussdrittel gelang den Thurgauern aber die Wende. Mit 8:8 retteten sich die Gäste in die Verlängerung, in der Captain Altwegg mit seinem siebten Treffer des Wochenendes die Partie zu Gunsten der Thurgauer entschied.


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