Spitzentrio unter sich

VOLLEYBALL ⋅ Nach der ersten von drei Vorrunden der NLA hat Volley Amriswil vor Näfels die Tabellenspitze übernommen. Mit Lausanne spielt in dieser Saison ein unerwarteter Konkurrent vorne mit.
23. November 2017, 08:10
Bernhard Windler

Bernhard Windler

sport@thurgauerzeitung.ch

Zu den Favoriten auf den Meistertitel 2017/18 wurden vor der Saison Amriswil und Näfels gezählt. Dass Lausanne – aktuell ­Tabellenzweiter – zu den stärksten NLA-Teams gehört, konnte so nicht erwartet werden. Ausser Zuspieler Julien Carrel spielt kein einziger Akteur der letztjährigen Stammsechs mehr bei den Waadtländern. Doch den Romands ist es gelungen, rund um den Passeur ein angriffsstarkes Team aufzubauen. Die Überlegenheit im Angriff spiegelt sich in der Statistik, die aufzeigt, dass die beiden Aussenspieler Prével (ex-Amriswil) und Del Bianco sowie der Diagonalangreifer Kvalen alle etwa gleich viele Punkte in einem Spiel erzielen können. Diese Angriffsvariabilität stellt die gegnerischen Verteidigungen vor grosse Probleme.

Näfels ist mit weitgehend den gleichen Leuten in die Meisterschaft gestartet und hat alle Spiele für sich entschieden – mit Ausnahme desjenigen gegen Amriswil. Unter den ersten drei hat jede Mannschaft ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten gewonnen: Lausanne setzte sich in ­Amriswil durch, Näfels besiegte Lausanne, und Amriswil gewann sicher gegen Näfels.
 

Trendumkehr beim Mittelfeldtrio

Das zweite Grüppchen in der NLA-Tabelle bilden Chênois, Schönenwerd und Luzern. Chênois, sozusagen Lausanne-West, weil vier Spieler der Grundformation vergangene Saison noch für Lausanne im Einsatz gestanden hatten, verzeichnete einen katastrophalen Start. Inzwischen sind die Romands aber seit vier Runden verlustpunktlos. Genau umgekehrt verhält es sich mit Schönenwerd: Seit drei Runden rennen die Solothurner einem Sieg hinterher. Luzern findet sich auf Rang sechs wieder. Das hat man den Innerschweizern vor der Saison zugetraut. Auf den letzten drei Plätzen der Tabelle tummeln sich Jona, Einsiedeln und Uni Bern. Welches der drei Teams am Qualifikationsende das Playoff verpassen wird, ist schwierig vorherzusagen.
 

Saisonende für Nemanja Radovic

Volley Amriswil musste zu seinem Leidwesen den Vertrag mit dem Mitteangreifer Nemanja Radovic per sofort auflösen. Beim 27-jährigen serbischen Nationalspieler machte sich eine latent vorhandene Knieverletzung immer stärker bemerkbar. Die Thurgauer bedauern die Trennung sehr, galt der 204-cm-Hüne doch als wohl stärkster Mittespieler der NLA. Amriswils Stab will die Lücke nach eingehender Prüfung verschiedener Spieler so schnell wie möglich schliessen.


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