Spitzenkampf endet 5:0

FUSSBALL ⋅ Mit Zug nach vorne gewinnt der FC Amriswil das Spitzenspiel der 2. Liga gegen Herisau 5:0. Damit bleiben die Thurgauer verlustpunktlos. Bei Sirnach passt nach dem Abstieg nichts mehr zusammen.
05. September 2017, 06:53

Eigentlich hätte man im 2.-Liga-Spitzenspiel zwischen Amriswil und Herisau eine knappe Entscheidung erwarten dürfen. Eigentlich. Doch schon kurz nach Spielbeginn überspielte Amriswils Fabio Moser den hintersten Herisauer, liess auch dem Gästetorhüter keine Chance und setzte den Ball zum 1:0 ins Netz. Und nach gut einer Viertelstunde stand es bereits 2:0. Moser übernahm eine seitliche Hereingabe und traf aus kurzer Distanz. Der FC Herisau wehrte sich und konterte mit Schoch, der bis in den Strafraum lief und den Ball einschussbereit zurücklegte, doch die Amriswiler Abwehr ging im letzten Moment dazwischen. Auch Puopolo versuchte es für die Appenzeller, wurde aber von Niklaus geblockt.

Nach der Pause legte der FC Amriswil nochmals einen Zacken zu. Eine Flanke von Schoch erreichte Moser per Kopf, der Ball flog jedoch knapp übers Tor. Arganese in aussichtsreicher Position und nochmals Moser vergaben weitere Torchancen. In der 72. Minute zog Perez mit viel Punch aus über 20 Metern ab und schoss den Ball an die Lattenunterkante, von wo dem Herisauer Goalie der Ball unglücklich an den Rücken sprang und zum 3:0 im Tor landete. Damit war die Partie entschieden. Miljic legte nach seinem Sololauf noch einen drauf (84.) und nachdem der junge Stern in der Nachspielzeit im Strafraum gefoult worden war, versenkte Schoch den Penalty zum 5:0-Schlussresultat.

Bei Sirnach ist kein Miteinander auszumachen

Der FC Sirnach schaffte es auch in Steinach nicht, befreit aufzuspielen und den ersten Saisonsieg in der Meisterschaft einzufahren. Steinach siegte 2:1 (1:0). Sirnach beklagt nicht nur ein grosses Manko im Angriff. Gegen Stein­ach konnte keine der drei Linien überzeugen, kaum ein Akteur vermochte sein Leistungsvermögen aufzuzeigen. Dies nur mit den Absenzen von Torhüter Salzer oder Nico Manz (gesperrt), Torhüter Gabriel (Ferien) oder Anil Aydeniz (rekonvaleszent) zu entschuldigen, wäre jedoch zu einfach. Das Team ist kein Team, ein Miteinander war nicht auszumachen.

Ein Eckball führte in der 41. Minute zum 1:0 für Steinach. Steger traf von der Eckfahne direkt ins weite hohe Eck. Der für Salzer und Gabriel eingesprungene Sirnacher Goalie Beni Altweg unterschätzte den Ball und griff ins Leere. Kurz durften die Thurgauer trotzdem auf einen Punktgewinn hoffen. Denn nach einem Vorstoss über die rechte Seite traf Kononenko in der 69. Minute zum 1:1. Doch Steinachs Germann profitierte nur vier Minuten später von einer unglücklichen Aktion Altwegs und traf zum 2:1, das den ersten Saisonsieg für Steinach bedeutete.

Arbon verliert in Weinfelden trotz 3:0-Führung

Der FC Arbon musste auswärts beim Aufsteiger Weinfelden-Bürglen eine bittere 3:4-Niederlage einstecken. Die Oberthurgauer führten bis zur 70. Minute dank Toren von Fabian Hug, Kevin Bärlocher und Tobias Egger 3:0. Dann aber drehten die Weinfelder das Skore. Wobei sich das Heimteam vor allem auf einen Spieler verlassen konnte: Denis Omerbegovic. Er erzielte alle vier Tore für Weinfelden-Bürglen, das 2:3 mittels Penaltys und den Siegtreffer zum 4:3 in der 93. Minute.

Wie Amriswil liess auch Calcio Kreuzlingen in der dritten Runde nichts anbrennen und steht nach dem 2:1-Sieg gegen Bronschhofen verlustpunktlos an der Spitze. Antonio Mihaylov erzielte beide Treffer für die Kreuzlinger, die auch durch den Anschlusstreffer der Gäste in der 73. Minute nicht mehr gross ins Schwitzen gerieten.

Aufsteiger Wängi bestätigte auch bei Uzwil II seine Frühform und siegte 4:3. Damit grüsst die Mannschaft als Überraschung der 2.-Liga-Gruppe 2 hinter Calcio und Amriswil von Platz drei.

Im Zürcher Regionalverband bleibt der FC Diessenhofen auch nach dem 1:1 im Spitzenspiel gegen Bassersdorf unbesiegt. Die Thurgauer verpassten es aber, in der Nachspielzeit mittels Penaltys den dritten Sieg im dritten Spiel sicherzustellen. In der Schlussphase drang Gnädinger in den gegnerischen Strafraum ein und wurde regelwidrig am Torabschluss gehindert. Der ansonsten sehr cool agierende Penaltyschütze Stefan Brütsch setzte den fälligen Elfmeter in der 93. Mi­nute über das Bassersdorfer Tor. (ez/uno/wid/raf/ji)


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