Knapper Sieg

FUSSBALL ⋅ Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewinnt der FC Frauenfeld doch noch mit 5:2 gegen den Nachwuchs des FC Wil.
02. Oktober 2017, 05:18
Urs Schmied

Urs Schmied

sport@thurgauerzeitung.ch

Einmal mehr verschliefen die Frauenfelder den Start in die Partie der 2. Liga interregional und lagen bereits nach wenigen Minuten im Rückstand – Shaqiri des FC Wil 1900 nutzte eine Unachtsamkeit in der Defensive. Die Thurgauer kamen im weiteren Verlauf trotz Rückstand besser ins Spiel, hatten aber mit den schnell umschaltenden und technisch beschlagenen Wilern ihre liebe Mühe. Di Lionardo sorgte in der 13. Spielminute für den verdienten Ausgleich. In der Folge war Frauenfeld das bessere Team, Wil hatte in der Defensive einige Mühe. Das nutzte Maag aus und erzielte den Führungstreffer für die Frauenfelder. Aber auch auf Thurgauer Seite gab es Probleme in der Defensive: Die Verteidigung hatte mit den agilen Wilern zu kämpfen. Deshalb fiel kurz darauf der Ausgleichstreffer: Der Wiler Schiavo setzte nach einer schönen Flanke mutterseelenallein zum Kopfball an und erzielte den Ausgleichstreffer.

Weckruf nach der Pause für die Frauenfelder

Die zweite Halbzeit begann mit einem Lattentreffer der Wiler. Dadurch erwacht, übernahmen die Frauenfelder die Initiative, Eggmann und Etemi scheiterten mit ihren Versuchen alleine am Wiler Torwart Miesch. Die Frauenfelder machten nun viel Druck und liessen die Fehlerquote der Wiler in die Höhe schiessen. Er­dals Abschluss wurde auf der Linie abgewehrt – nur knapp war also ein Treffer für die Frauen­feld verhindert worden.

Es brauchte dann schliesslich eine kuriose Szene für den Thurgauer Führungstreffer: Beim Versuch des gepflegten Aufbauspiels landete der Ball beim Wiler Torwart, dieser traf beim Versuch des weiten Balls den Rücken von Etemi, und der Ball landete zum längst verdienten Führungstreffer im Tor. Nun waren die jungen Wiler völlig neben der Rolle. Etemi liess sich angesichts dieser Unachtsamkeit nicht zweimal bitten: Er machte sich einen Ballverlust in der Wiler Hintermannschaft zu Nutze und schoss die Frauenfelder zum entscheidenden 4:2.

Die Wiler waren zu keiner Reaktion mehr fähig, Frauenfeld sündigte aber weiterhin im Abschluss. Mit der letzten Aktion traf der Frauenfelder Torschütze Eggmann aber doch nochmals zum verdienten 5:2-Sieg. Der Erfolg der Frauenfelder kam dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit zu Stande, dies nachdem die Leistung in der ersten Halbzeit eher enttäuschend gewesen war.


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