Gegen Ende eingebrochen

UNIHOCKEY ⋅ Die Red Lions verlieren das NLA-Auftaktspiel gegen Meister Dietlikon 4:10. Erst ein schwacher Start ins Schlussdrittel besiegelt die Niederlage der Frauenfelderinnen.
18. September 2017, 07:39
Basil Höneisen

Basil Höneisen

sport@thurgauerzeitung.ch

Wer dachte, die Red Lions Frauenfeld und Dietlikon bräuchten einen geruhsamen Einstieg in das erste Spiel der Meisterschaft 2017/18, der irrte sich. Gleich nach Anpfiff war die Begegnung in der Kantihalle Frauenfeld geprägt von einem hohem Tempo und gefährlichen Offensivaktionen. In der dritten Minute erzielte Titelverteidiger Dietlikon das erste Tor. Die Frauenfelderinnen liessen jedoch nicht lange auf eine Antwort warten; zwei Minuten später schoss Fässler den Ausgleichstreffer. Die Freude wurde aber bereits eine Minute später wieder gedämpft, als Dietlikons Schweden-Rückkehrerin Wiki den Ball zum 2:1 ins Tor versenkte. Die Red Lions gingen mit einem knappen Rückstand in die erste Pause.

Im Mitteldrittel agierten die Ostschweizerinnen selbstbewusster. Sie überzeugten mit starken Offensivaktionen und zeigten sich auch in der Defensive kompakter. 15 Minuten lang fiel kein Tor. Dies ist auf Frauenfelder Seite auch der hervorragend spielenden Torhüterin Schenk zu verdanken. Mehrmals parierte sie instinktiv und reaktionsschnell.

Bei Spielmitte noch nahe am Führungstreffer

Die Red Lions machten gegen den haushohen Favoriten weiter Druck und es war Kuhn, die auf Pass von Leone das 2:2 erzielte. Die Frauenfelderinnen waren im Spiel angekommen, und es fehlte wenig zum Führungstreffer. Die Euphorie hielt jedoch nur kurz an, denn es waren die Zürcherinnen, die durch einen Doppelschlag mit 4:2 in Führung gingen.

Das dritte Drittel startete ebenso torreich wie das zweite endete. Der UHC Dietlikon schoss innert fünf Minuten vier weitere Tore – eines davon in Überzahl – und setzte somit den Grundstein für den hohen Auftaktsieg. 8:2 stand es nun. Ein durch Messere abgelenkter Weitschuss brachte einen Hoffungsschimmer ins Spiel der Red Lions zurück. Die Frauenfelderinnen schienen nun kämpferischer als zuvor. Ein Penalty aufgrund eines Stockschlages konnte die extra für diese Aktion eingewechselte Torhüterin Svenja Zell souverän vereiteln. Auch die darauffolgende Unterzahlsituation meisterten die Thurgauerinnen mit Bravour. Allem Kampfwillen der Red Lions zum Trotz bauten die Dietlikerinnen ihre Führung auf 10:3 aus. Das schöne Volley-Tor durch Schwab in der 60. Minute war nur noch Frauenfelder Resultatkosmetik. «Wir hatten gute Aktionen und konnten aus diesem Spiel wichtige Erkenntnisse gewinnen», sagte Captain Andrea Ressnig. «Diese müssen wir jetzt gemeinsam umsetzen.» Am kommenden Sonntag gastieren die Red Lions bei Aufsteiger Waldkirch-St.Gallen.


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