Finalrunde steht auf dem Spiel

HANDBALL ⋅ Gegen Frauenfeld und Kreuzlingen geht Romanshorn in der 1. Liga jeweils als Verlierer vom Feld. Damit verabschiedet sich der Aufsteiger vom Spitzenkampf. Am Samstag geht es nun um Platz vier.
09. November 2017, 07:19
Matthias Hafen

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

 

Drei Runden brauchte Rück­kehrer Romanshorn, um in der 1.-Liga-Ostgruppe anzukommen. Dann begann der Aufsteiger auch zu punkten und reihte vier Siege aneinander. So hängte sich Romanshorn anscheinend mühelos an die Spitzenteams Kreuzlingen und Frauenfeld. Doch ein Spitzenteam ist der HCR noch nicht. Zuletzt kassierte er sowohl gegen Frauenfeld wie auch im zweiten Direktduell mit Kreuzlingen 35 Gegentreffer. Selber gelangen ihm in beiden Begegnungen je ­etwas mehr als 20 Tore. Die ­Limiten nach oben haben die ­Romanshorner damit deutlich aufgezeigt bekommen.

Gegen Leader Kreuzlingen hielt das Team von Trainer Zafir Bahic bis zur elften Minute und dem 7:7 gut mit. Doch dann schlichen sich Fehler ein, die man sich gegen ein Spitzenteam nicht leisten darf. Schon der 12:21-Pausenrückstand war für die Romanshorner die brutale Realität ihrer Unterlegenheit – das 24:35 zum Schluss erst recht. Der Blick des Tabellenvierten richtet sich nun nach hinten. Am Samstag um 18 Uhr gastiert das fünftplatzierte Appenzell in der Kantonsschule. Es macht dem HCR den letzten Finalrundenplatz streitig.

Kreuzlingen und Frauenfeld souverän vorne weg

Der HSC Kreuzlingen bewies eindrücklich, dass die Niederlage gegen Arbon nur ein Ausrutscher war. Seine letzten drei Begegnungen entschied der Leader wieder mit zehn oder mehr Toren Differenz zu seinen Gunsten. Drei Punkte beträgt Kreuzlingens Vorsprung auf Verfolger Frauenfeld, wobei der Leader vom Bodensee eine Partie mehr ausgetragen hat als die Kantonshauptstädter. Am Samstag um 19.30 Uhr spielt der HSCK in Heiden beim Tabellensiebten Vorderland.

Mit einem komfortablen 32:18-Heimsieg gegen Appenzell begann für den SC Frauenfeld die Rückrunde. Damit zementierte er Platz zwei und den Anspruch auf einen Platz in der Finalrunde und sogar im Aufstiegs-Playoff. Dennoch darf sich die Mannschaft nicht zu viel auf diesen Sieg einbilden, waren doch die Appenzeller arg dezimiert. Lukas Gamrat fehlte wegen eines Velo­unfalls. Der Linkshänder Arie Thür wurde für das NLA-Spiel mit St. Otmar geschont. Diese Absenzen machten sich über das ganze Spiel bemerkbar. Zur Pause führte Frauenfeld 16:10. Als zu Beginn der zweiten Halbzeit Appenzells Bester, Dano Waldburger, mit einer roten Karte vom Platz flog, war die Entscheidung gefallen. Am Sonntag um 19 Uhr gastiert Fides im Auenfeld. Die St. Galler sind nach drei Siegen in Serie neu Tabellendritter.

Arbon rutscht ans Tabellenende

Nach einem Zwischenhoch mit Siegen gegen Vorderland und Kreuzlingen kassierte Aufsteiger Arbon die zweite Kanterniederlage in Folge. Dem 26:36 in Kreuzlingen folgte auswärts gegen Fides St. Gallen ein 21:32. Damit fiel der HCA auf den letzten Platz zurück. Allerdings sind die hinteren Teams der Tabelle sehr nahe beieinander. Sogar der vierte und letzte Finalrundenplatz ist für die Arboner nur drei Punkte entfernt. Sie spielen schon am Freitag um 20.15 Uhr daheim gegen die punktgleichen Pfader Neuhausen.


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