«Eine solche Saison nagt schon sehr»

EISHOCKEY ⋅ Der Thurgauer René Back erlebt eine der schwierigsten Phasen seiner Karriere. Nur zwei Niederlagen trennen ihn und den EHC Kloten noch vor dem Abstieg in die NLB. Heute um 20.15 Uhr geht die Serie weiter.
17. April 2018, 05:16
Matthias Hafen/Kloten

2:0 führt der NLB-Meister Rapperswil-Jona in der Ligaqualifikation gegen den NLA-Letzten Kloten. Der NLA-Verbleib des Zürcher Traditionsclubs hängt am seidenen Faden.

René Back, wie gehen Sie mit der Situation um? Mund abwischen, weiterspielen?

Uns bleibt nichts anderes übrig, als zu kämpfen und unser letztes Hemd zu geben. Wir sind keine Zauberer. Wir müssen die Serie über den Kampf wenden.

Kloten wurde in den ersten zwei Begegnungen unter anderem fehlende Kampfbereitschaft vorgeworfen. Was sagen Sie dazu?

Solche Aussagen kann ich nicht ernst nehmen. Jeder von uns gibt in jedem Spiel alles – in dieser Phase ganz besonders.

Woran liegt es dann, dass Rapperswil-Jona zu einem 4:1- respektive 4:0-Sieg gekommen ist?

Sie spielen mit viel mehr Selbstvertrauen als wir. Das sieht man von Weitem. Uns gelingt nicht viel, schon die ganze Saison nicht. Wir erzielen zu wenig Tore. Uns fehlt ein Erfolgserlebnis. Aber wir sind noch nicht am Ende. Wir haben gute und erfahrene Spieler in unseren Reihen. Eine gelungene Aktion kann schon sehr viel bewirken, der Serie eine neue Wende geben.

Es scheint aber, als hätte Kloten in der Ligaqualifikation noch weniger Chancen als im Playout-Final gegen Ambri, der mit 1:4 Siegen verloren ging.

Das ist eine falsche Beobachtung. Ambri hat uns dominiert, nicht viele Chancen gelassen. Gegen Rapperswil-Jona sind wir voll in der Serie. Die Differenz zwischen den Mannschaften ist nicht so gross.

Ihr Vertrag in Kloten läuft Ende Saison aus. Hängt Ihre sportliche Zukunft vom Ausgang der Serie ab?

Auch, ja. Eine solche Saison nagt schon sehr. Ich nehme das nicht mehr so unbekümmert wie noch in jungen Jahren. Deshalb habe ich für mich entschieden, mir erst nach dem letzten Spiel Gedanken über meine sportliche Zukunft zu machen. Trotz allem spiele ich aber noch sehr gerne Eishockey.

Matthias Hafen/Kloten


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