Den Playoff-Final verpasst

VOLLEYBALL ⋅ Trotz sehr guter Leistung erlitt Titelverteidiger Volley Amriswil auch im zweiten Spiel der Halbfinalserie gegen Näfels eine Niederlage. In einem hochklassigen Spiel war Näfels das glücklichere Team und siegte 3:1.
09. April 2018, 07:02
Bernhard Windler

Bernhard Windler

sport@thurgauerzeitung.ch

Nachdem Captain Aleks Ljubicic wegen einer Armverletzung auf einen Einsatz verzichten musste, verletzte sich im sechsten Punkt des Spiels auch noch Nemaja Jakovljevic. Bei einem Rettungsversuch prallte er in die Bande und konnte in der Folge nicht mehr mittun. Anstelle der beiden ­Routiniers erhielten die beiden 19-Jährigen Marko Kesten und Robin Baghdady ihre Chance.

Der Spielverlauf im ersten Satz war ein ständiges Auf und Ab. 9:7 führten die Näfelser; 14:12 und 19:18 die Amriswiler. Beim Stande von 24:23 kamen die Thurgauer zu einem Satzball, den sie aber vergaben. Besser machten es die Glarner, die ihrerseits den zweiten Satzball zum 27:25 verwerten konnten.

In den zweiten Satz starteten die Amriswiler mit viel Power. Immer wieder punkteten Djokic mit intelligenten Blockout-Bällen und Baghdady mit Übersicht für die Gäste. Bald einmal lagen sie mit 11:4 und 15:5 in Front. Bei Satzende lautete das Resultat 25:17.

Hochspannung im dritten Satz

Der dritte Satz war spannungsmässig kaum mehr zu überbieten. Das hochstehende Spiel riss die 500 Zuschauer immer wieder von den Bänken. Die Führung wechselte dauernd, und auch in der Money-Time blieb es eng. 22:19 lag Näfels in Front. Amriswil kam auf 22:22 heran. Bei 24:22 hatten die Glarner zwei Satzbälle, doch nach drei weiteren Punkten hatte Amriswil einen solchen. Einen weiteren Satzball vergab das Pavlicevic-Team noch, ehe die Polak-Truppe ihrerseits den sechsten zum 31:29 verwandelte.

Auch im vierten Satz blieb das Spiel sehr eng. Ganz zu Beginn führte Näfels mit 4:1 und 5:3, aber vom 7:7 an lag kein Team mit mehr als einem Punkt in Front. Nach dem 16:16 hatten die Amriswiler eine starke Phase und lagen noch bei 20:18 mit zwei Punkten voraus. Doch dann punkteten die Glarner fünfmal nacheinander, und beim 23:20 war das Spiel praktisch gelaufen. Wohl kamen die Amriswiler noch einmal auf 24:23 heran, aber ausgerechnet der ex-Amriswiler Thomas Brändli stürzte Amriswil in die Niederlage, die das Aus bedeutete.

Natürlich haderten die Amriswiler mit dem Verletzungspech, doch gerade Robin Baghdady, der zum besten Spieler seines Teams gewählt wurde, liess Stammspieler Jakovljevic vergessen. Mitentscheidend war aber auch, dass bei Näfels der neu zugezogene Passeur Matyas Demar eine Klassepartie zeigte und seinerseits zum besten Spieler erkoren wurde.

Wie weiter:

In einer Best-of-three-Serie um den dritten Platz reist Amriswil am Samstag nach Genf zu CS ­Chênois. In zwei Wochen folgen dann ein oder zwei Spiele gegen den gleichen Gegner in Amriswil.


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