Das Kollektiv funktioniert

Die NLA-Frauen des HSC Kreuzlingen gewinnen auch das Rückspiel gegen Aufsteiger Herzogenbuchsee. Beim 32:21-Heimsieg treffen sämtliche Feldspielerinnen.
21. November 2017, 06:52
Markus Rutishauser

Markus Rutishauser

sport

@thurgauerzeitung.ch

Die einzige Trainerin in der höchsten Frauenliga ist mit ihrem Team auf Kurs. Der 31-jährigen Kristina Ertl ist es in nur einem halben Jahr gelungen, den HSC Kreuzlingen nach einer schwierigen ersten NLA-Saison so weiterzuentwickeln und zu stabilisieren, dass die Thurgauerinnen nun auch von den Spitzenteams als ernst zu nehmender Wider­sacher eingestuft werden. Das ist durchaus interessant, war Ertl doch in der vergangenen Saison selbst noch Spielerin in Kreuzlingens NLA-Equipe. Sie geniesst grossen Respekt und verdient sich diesen mit ihrer akribischen Tätigkeit. Zwar blieben die Punktgewinne gegen die Top vier des Schweizer Frauenhandballs bisher noch aus, doch kann man inzwischen rund 45 von 60 Minuten mithalten. Gegen Leader Spono Nottwil und das drittklassierte Zug lag der HSC bei Halbzeit sogar vorne.

Das Ziel der laufenden Saison lautet «Best of the rest», also Fünfter, zu werden. Exakt diese Position nimmt der HSCK vor der siebenwöchigen Meisterschaftspause ein. Zwar fünf Punkte hinter dem Tabellenvierten Thun, aber zwei vor Winterthur und bereits fünf Zähler vor GC Amicitia Zürich und Herzogenbuchsee.

Ligaerhalt sollte kein Problem darstellen

Im Januar folgen vier weitere Qualifikationsspiele, bevor es dann mit höchster Wahrscheinlichkeit in die Auf-/Abstiegsrunde geht. Dort treffen die NLA-­Teams auf den Rängen fünf bis acht auf die beiden besten NLB-Teams. Erfahrungsgemäss wird es für die beiden Spitzenteams aus der unteren Spielklasse schwierig werden. Kommt nicht viel Verletzungspech dazu, sollte sich Kreuzlingen problemlos in der höchsten Spielkasse halten können. Herzogenbuchsee jedenfalls wurde in der Egelsee-Halle keine Chance gelassen. Schon das Hinspiel hatten die Kreuzlingerinnen 42:31 gewonnen. Nach einem missglückten Start mit nur einem Tor aus neun Versuchen brauchte es allerdings ein Time-out von Trainerin Ertl, um den 32:21-Heimsieg aufzugleisen. Nach 21 Minuten hatten sie sich bereits auf 11:5 abgesetzt. Die deutliche Führung verdankte der HSCK auch Torfrau Nadine Stein. Mit einer 17:9-Pausen­führung im Rücken machte die Kreuzlingerinnen gleich nach Wiederbeginn mit drei weiteren Treffern zum 20:9 früh alles klar.


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