Amriswils grosse Show gegen Nikosia

VOLLEYBALL ⋅ Im ersten Auftritt im CEV-Cup gewinnt Volley Amriswil zu Hause gegen Nikosia 3:0 und schafft sich damit eine komfortable Ausgangslage fürs Rückspiel in zwei Wochen.
06. Dezember 2017, 22:39
Bernhard Windler
Das Spiel begann mit einem Aufschlag-Winner von Djokic und zwei Blöcken durch Steigmeier optimal für Amriswil. Die ersten vier Punkte für Nikosia resultierten allesamt aus Aufschlagfehlern der Thurgauer, denn Amriswils Trainer Pavlicevic hatte vorgegeben, bei eigenem Aufschlag viel zu riskieren. 8:5 stand es beim ersten technischen Timeout. Bei 11:7 lagen schon vier Punkte zwischen den Kontrahenten. Kurze Zeit später war Omonia Nikosia dank mehrerer hervorragender Aufschläge des Brasilianers Felix wieder nahe dran. Nach kurzen Aufschlagserien von Ljubicic und Howatson legte aber Amriswil auf 18:13 vor, und diesen Vorsprung verwalteten die Oberthurgauer geschickt bis zum Satzgewinn mit 25:19.
 

Omonia Nikosia wird stärker

In den zweiten Satz starteten die Gäste aus Zypern überzeugend. Mit ausgezeichneten Aufschlägen punktete der russische Passeur Bagrey vom 1:1 bis zum 6:1. Nikosia lag in der Folge beständig mit zwei bis vier Punkten in Front. Das Spiel wurde immer besser, und die Zuschauer bekamen technische Finessen und harte Abschlüsse zu sehen. Dabei duellierten sich im Speziellen die beiden Diagonalspieler Steigmeier und Sidibé.

Nachdem Amriswil bei 18:20 wieder einmal nahe dran war, vergrösserte erneut Bagrey den Abstand auf 23:19 für die Gäste. Bei 24:20 kam Omonia zu vier Satzbällen. Amriswils Coach Pavlicevic wechselte nun den 19-jährigen Baghdady ein, und nach zwei Aufschlag-Winnern und einem Steigmeier-Punkt stand es 24:24. Nachdem Nikosia auch den fünften Satzball vergeben hatte, verwertete auf der anderen Seite Mitteangreifer Kesten den zweiten Amriswiler Satzball.
Ohne Pause ging es in den dritten Satz, und auch in diesen startete Nikosia stark. Via 4:1 und 8:6 beim technischen Time-out bauten die Zyprioten den Vorsprung bis auf 13:7 aus. Auch beim Stand von 17:12 deutete noch gar nichts auf ein gutes Ende für Amriswil hin. Doch erneut brachte der eingewechselte Baghdady die Amriswiler heran. Und dann, beim Stand von 16:18, gab’s die grosse Show von Passeur Howatson: Mit drei Assen und weiteren Aufschlägen, die die defensiv anfälligen Zyprioten in Bedrängnis brachten, kehrte er den Satz zum 23:18. Der Rest war Routine. Mit 25:20 ging auch der dritte Satz an Amriswil. In zwei Wochen, am 20. Dezember, wird sich in Nikosia entscheiden, wer in die nächste Runde des CEV-Cups vorstösst. Amriswil ist bei einem Sieg, aber auch bei einer 2:3-Niederlage, qualifiziert. Bei jedem anderen Resultat würde es zu einem Golden Set kommen.

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