Amriswil im Rennfieber

MOTOCROSS ⋅ Wenn der Oktober naht, wird das sonst landwirtschaftlich genutzte «In den Bürglen» bei Amriswil für zwei Tage zum Hexenkessel des Motocross – Ein Rückblick.
25. September 2017, 07:53
Lukas Gerzner

Lukas Gerzner

sport@thurgauerzeitung.ch

Die Spannung der rund 6000 Zuschauer wurde am 56. MX Amriswil gleich um zwei Faktoren vergrössert: Einerseits durch die Anwesenheit der europäischen Motocross-Elite der Frauen – eine Premiere in Amriswil. Andererseits durch das üblicherweise dramatische Saisonfinale der Schweizer Meisterschaften mit den ebenfalls zum ersten Mal vertretenen FMS-Swiss Inter-Soloklassen.

Baumgartner fährt in Pechsträhne

Grosse Ambitionen hatte der Romanshorner Andy Baumgartner, der mit seiner Führung im Gesamtklassement und nach seinem Exploit am MXGP nun in Amriswil als Lokalmatador den Meistertitel feiern wollte.

Zu Beginn des ersten Rennens sah das auch noch gut aus, bis Baumgartner durch einen Fahrfehler zurückfiel und fortan keine Akzente mehr setzen konnte. Diese Gelegenheit nutzte sein ärgster Konkurrent um den Meistertitel, der Franzose Jason Clermont, der mit dem ersten Rang im ersten Lauf im Klassement vor Baumgartner rückte.

Dieses Blatt zu wenden hätte viel Glück benötigt, doch schliesslich war es ein Unglück, dass alle Hoffnungen Baumgartners auf den Titel begrub: Nach einem schweren Unfall gab es im zweiten Rennen die rote Flagge und der Lauf wurde abgebrochen. So wurde Jason Clermont Schweizer Meister und Andy Baumgartner blieb das Nachsehen.

Neben diesem schweren ­Unfall kam es auf der technisch anspruchsvollen Strecke auch zu weiteren Zwischenfällen, so dass sogar die Rega ausrücken musste.

Zwei Thurgauer auf dem Podest

Der Amliker Yves Furlato konnte mit seinem vierten Platz den dritten Gesamtplatz bewahren, so dass nun zwei Thurgauer auf dem Saisonpodest stehen.

Bei der MX2-Klasse lagen die Thurgauer Hoffnungen auf Robin Scheiben. Im ersten Rennen konnte der Bürgler jedoch nicht überzeugen, schaffte es im zweiten Lauf aber auf den achten Rang.

Als Schweizer Meister fest stand durch einen Start-Ziel-Sieg schon nach dem ersten Lauf der Romand Kilian Auberson.

Schweizerinnen auf Erfolgskurs

Im Endlauf der Solo-Ladies-Europameisterschaft konnten die ebenfalls beteiligten Schweizerinnen gute Akzente setzen.

Sandra Keller konnte sich in zwei sehr starken Läufen gegen die internationale Konkurrenz mehr als nur behaupten: In beiden Rennen musste sie sich nur von der souveränen Deutschen Steffi Laier geschlagen geben


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