Tagblatt Online, 01. Mai 2012 01:09:00
Zwei Chalets in der Eishalle
Zwei Mitarbeiter der Musikantenstadl-Crew positionieren einen der vielen Lautsprecher und einen Scheinwerfer in der Bodensee-Arena. (Bild: Donato Caspari)
KREUZLINGEN. In der Bodensee-Arena in Kreuzlingen sind die Aufbauarbeiten für den Musikantenstadl in vollem Gang. Rund 50 Mitarbeiter erstellen die Kulisse der grossen Unterhaltungsshow in drei Schichten.
NICOLE D'ORAZIO
Mitten in der Bodensee-Arena stehen zwei Chalets, die Techniker montieren die Scheinwerfer, die etlichen Kabel müssen richtig eingesteckt werden. 60 Meter lang ist die Bühne des Musikantenstadls, der am Samstag live in der ARD, im ORF sowie im Schweizer Fernsehen aus Kreuzlingen ausgestrahlt wird. «Seit Freitag sind die Aufbauarbeiten im Gange», erklärt Marcel Wick, der Geschäftsführer der Bodensee-Arena. Rund 50 Mitarbeiter der Produktion arbeiten in drei Schichten an der Kulisse. Denn am Donnerstag beginnen die Proben, am Freitag findet die Generalprobe statt.
Für die Mitarbeiter der Bodensee-Arena ist die Organisation eine Herausforderung: «Mengenmässig ist das Catering zwar nicht das grösste, das wir bisher zu bewältigen hatten», sagt Wick. «Doch organisatorisch gibt es sehr viel zu tun. Wir dürfen nichts vergessen.» Es sei für ihn und seine Mitarbeiter jedoch eine Genugtuung und eine Bestätigung, dass die zweitgrösste Unterhaltungsshow im deutschsprachigen Raum nach Kreuzlingen komme.
Grösse war nie ein Thema
Der Kontakt sei über das Schweizer Fernsehen, das in der Bodensee-Arena regelmässig zu Gast ist, zustande gekommen. «Die Grösse der Halle war dabei nie ein Thema. Die Österreicher mögen es familiär. Das Rundherum muss einfach stimmen.»
Der grosse Gewinn bringt der Musikantenstadl der Bodensee-Arena nicht ein. «Wir haben mit der ip-media, der Produktionsfirma, normale Verhandlungen geführt», sagt der Geschäftsführer. «Wir verdienen etwas, aber nicht überdurchschnittlich viel.» Gerüchte, dass der Stadl gratis in Kreuzlingen zu Gast ist, dementiert er. «Das geht natürlich nicht.» Die Bodensee-Arena verdiene vor allem mit den Getränken sowie den Ständen im Aussenbereich ihren Anteil.
Zudem sei das angeschlossene Sporthotel für zehn Tage mit den Mitarbeitern ausgebucht. «Wir sind aber nicht die einzigen, die profitieren. In ganz Kreuzlingen, bis nach Tägerwilen und Lipperswil sind Zimmer gebucht.»
Abgesehen von einer Luxuskarosse mit einem Chauffeur, die eine Künstlerin angefordert hat, hat Wick noch keine Sonderwünsche erhalten. «Ich war beim letzten Stadl in Fribourg zu Gast. Die Stars sind alle unkompliziert.»
Etiketten müssen weg
Trotzdem müssen noch einige spezielle Dinge erledigt werden: In der Tennishalle werden ein anderer Boden sowie 24 Garderoben eingebaut. «Diese sind wie Messestände», beschreibt er. «Und bei den Getränken mussten wir alle Etiketten entfernen, da in der Fernsehshow ausser den Sponsoren keine anderen Marken gezeigt werden dürfen», erzählt Wick. Dazu gebe es einen speziellen Stadl-Wein.
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