Tagblatt Online, 27. April 2012 01:04:00
Wegen Umbau geschlossen
Peter und Ruth di Gallo geniessen die letzten Tage in ihrem Ristorante Aglio e Olio, freuen sich aber auch auf den Umbau. (Bild: Reto Martin)
KREUZLINGEN. Das Ristorante Aglio e Olio in Kreuzlingen ist nur noch bis morgen Samstag geöffnet. Danach wird das ganze Kranken- und Pflegezentrum Wellingtonia, in dem sich das Lokal befindet, während zweier Jahre saniert.
NICOLE D'ORAZIO
Noch heute und morgen haben Gäste die Möglichkeit, im Aglio und Olio zu speisen. Dann wird das Ristorante bis auf weiteres geschlossen. «Es tut uns im Herzen weh, nach 13 erfolgreichen Jahren zu schliessen. Aber es geht nicht anders», sagt Peter di Gallo, Gesamtleiter des Kranken- und Pflegezentrums Wellingtonia, in dem sich das Lokal befindet. «Wir müssen das Gebäude dringend sanieren. Es ist 45 Jahre alt.» Neben den Umbauarbeiten, dem vielen Lärm und Staub sei es einfach nicht möglich, den Restaurantbetrieb aufrecht zu erhalten, erklärt er. «Allein schon aus hygienischen Gründen.»
Viele Gäste seien traurig, dass das Lokal schliesst, erzählen Peter und Ruth di Gallo. «Seit der Termin bekannt ist, kommen alle nochmals vorbei. Das Restaurant ist immer voll.» Als Dank werde am Samstag ab 18 Uhr allen ein Getränk offeriert, verspricht der Gastgeber.
Sechs Mitarbeiter betroffen
Wegen der Schliessung musste Peter di Gallo sechs Mitarbeitern, dem Servicepersonal und der Pizzaiola, die Kündigung aussprechen. «Wir haben früh kommuniziert. Soviel ich weiss, haben alle eine neue Stelle gefunden.» Es tue ihm natürlich sehr leid, vor allem da er Mitarbeiter habe entlassen müssen, die seit der Eröffnung des Aglio e Olio vor 13 Jahren mit dabei seien. «Die einen haben es auch als Chance gesehen, etwas Neues anzugehen.» Die meisten hätten ihm jedoch zugesichert, dass sie zurückkämen, sobald das Ristorante wieder eröffnet werde. «Das hat uns sehr gefreut.»
Nicht betroffen ist das Küchenpersonal. «Die Küche ist in sich geschlossen und kann bestehen bleiben. Die Heimbewohner müssen ja weiterhin versorgt werden», erklärt di Gallo. Das Essen werde dann durch die Tiefgarage ins Provisorium geliefert. «Von einem Provisorium kann allerdings nicht die Rede sein», meint er. Denn die 54 älteren Personen seien in eines der neuen, modernen Gebäude der «Brillant»-Überbauung gezogen und würden grösseren Luxus als bisher geniessen. Fast alle seien gerne umgezogen, ergänzt Ruth di Gallo. «Zwei hatten zuerst etwas Mühe, doch nun gefällt es ihnen.» Die Preise hätten sich deswegen natürlich nicht verändert, versichert der Leiter.
Zimmer werden vergrössert
Die Umbauphase des Wellingtonia wird zwischen eineinhalb bis zwei Jahre dauern. Nach Verzögerungen aus bautechnischen Gründen soll es im Sommer endlich losgehen, sagt Peter di Gallo. Drei bis vier Millionen Franken werden in das Gebäude investiert, das innen ausgehöhlt und erneuert wird. «Wo möglich, machen wir aus zwei Zimmern eines.» Das Heim werde einen hohen Standard aufweisen.
Wann und ob das Ristorante wieder geöffnet wird, kann das Ehepaar noch nicht sagen. «Wir müssen erst einmal schauen, wie es mit der Sanierung weitergeht», meint es.
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