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St.Galler Tagblatt

St.Galler Tagblatt Online, 12. März 2012 01:08:00

Kreuzlinger trommeln sich in Final

Der Moment des Jubels. Drums2Streets sind im Final.

KREUZLINGEN. Am Samstag fand in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen der dritte Halbfinal der grössten Schweizer Talente statt. Der Auftritt der Kreuzlinger Gruppe Drums2Streets liess das Publikum toben und bescherte den jungen Trommlern den Einzug in den Final.

RAHEL HAAG

Bereits vor der Show sieht man zahlreiche Fans der Gruppe Drums2Streets. Sie tragen weisse T-Shirts mit dem Logo der Band und haben sich kleine Plastikeimer unter die Arme geklemmt. An Unterstützung fehlt es den sieben jungen Thurgauern bei ihrem Heimspiel nicht. Die Fans müssen sich allerdings gedulden, denn die Drummer bilden das Schlusslicht der Show.

An diesem Abend werden acht Acts ihr Können unter Beweis stellen. Drei von ihnen kommen in den Final vom nächsten Samstag, den Final der letzten neun. Den Anfang macht die Tanzgruppe Swisstricks aus Bern. Danach folgt der Auftritt des 13jährigen Gjon Muharremaj. Er singt eine Balade des Kinderstars Miley Cyrus und bekommt viel Lob von der Jury. Weniger gut läuft es für den Schattenspieler Lukas Pfaff aus Basel. Nach seinem Auftritt sagt Roman Kilchsperger, er sehe keine Chance für ihn, den Final zu erreichen.

Mittelalter und Moderne

Als viertes folgt der Auftritt der Jugendtanzgruppe Danceloft aus Rorschach. Die elf Balletttänzerinnen überzeugen durch Eleganz und Anmut. Anschliessend folgt der Auftritt des Tessiners Fabrizio Sassi. Er präsentiert eine ungewöhnliche Mischung aus Mittelalter und Moderne. Danach hat der 17jährige Ilir Hajvazi seinen grossen Moment. Der junge Mann will mit seinen aussergewöhnlichen Tanzmoves überzeugen und erntet Bewunderung von DJ Bobo. Die nächste Kandidatin, die Sängerin und Pianistin Eliane Müller, bekommt viel Applaus, und wieder steht fast das gesamte Studio. Während Christa Rigozzi mit den Tränen kämpft, sagt Roman Kilchsperger: «Wenn Du nicht in den Final kommst, komme ich auch nicht.»

Dann ist es endlich so weit und die Drums2Streets kommen auf die Bühne. Jeder kommt aus einer anderen Ecke. Es wird auf einer Regentonne, Gläsern und einem Stuhl getrommelt, bis sie schliesslich schön aufgereiht auf der Bühne sitzen.

Mit brennenden Stöcken

Das Publikum klatscht sofort im Rhythmus mit. Plötzlich fliegen die Schläger weg und werden durch brennende ersetzt. Die grossartige Darbietung endet mit einer kalten Dusche und einem tosenden Applaus. Endlich kommen auch die Plastikeimer im Publikum zum Einsatz.

Nach der Werbepause steht dann fest: Die Sängerin Eliane Müller und die Drums2Streets konnten sich direkt für den Final qualifizieren. Das letzte Ticket vergibt die Jury an den Tessiner Fabrizio Sassi. Nach der Show wird auf der Bühne noch ein wenig gefeiert. Stadtammann Andreas Netzle gratuliert seinen Trommlern und wünscht sich für nächste Woche ein Fanshirt.

Drums2Streets freuen sich, dass ihr Auftritt so gut gelaufen ist. «Wir haben uns zwei Monate auf den Auftritt vorbereitet», sagt Sprecher Angelo Razzino. Dann aber brach sich Nico Ernst beim Skifahren das Schlüsselbein und konnte nur noch einarmig spielen. «Innerhalb einer Woche mussten wir unser Programm komplett umstellen.»

Einmal in New York spielen

Für den Final wollen die fünf Männer und zwei Frauen nochmals eine Schippe drauflegen. «Das wird wieder etwas ganz anderes. Das Motto lautet: Uns geht ein Licht auf», sagt Razzino. Sollten sie am Ende wirklich gewinnen, wollen die jungen Musiker einen Teil den Tambourenvereinen der Schweiz spenden und natürlich unbedingt weitermachen. «Unser Traum wäre es ausserdem, einmal in New York zu spielen. Vielleicht in der U-Bahn oder im Central Park.»

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