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Tagblatt Online, 26. April 2012 01:08:00

Eine besondere Lernlandschaft

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So könnte es aussehen. Das neue Primarschulhaus wird innen mit Holz ausgekleidet. Ein besonderes Merkmal sind die weiten Gänge und die Innenhöfe. (Bild: pd)

GÜTTINGEN. Das neue Primarschulhaus in Güttingen wird ein grosser, einstöckiger, lichtdurchfluteter Bau. Die Architekten Patrick Rohrer und Roman Sigrist aus Luzern haben den offenen Projektwettbewerb gewonnen.

NICOLE D'ORAZIO

Das Preisgericht hatte es nicht leicht: 58 Vorschläge waren im offenen Projektwettbewerb für ein neues Primarschulhaus in Güttingen eingereicht worden. An zwei Tagen wurden alle unter die Lupe genommen. Als Sieger ging dabei der Vorschlag «Lernlandschaft» der zwei Architekten Roman Sigrist und Patrick Rohrer aus Luzern hervor. «Ich finde das Projekt toll und freue mich schon, wenn es neben der Mehrzweckhalle steht», sagte die Schulpräsidentin Gisela Girard an der gestrigen Medienkonferenz erfreut. «Insbesondere das viele natürliche Licht in den Räumen und dass alles auf einer Ebene ist, hat mich begeistert. Und mit den Innenhöfen haben die Schüler ständig den Blick in die Natur.»

Gegensatz zur Mehrzweckhalle

Das neue Schulhaus wird ein grosses, einstöckiges Gebäude, das sowohl die Primarschüler wie auch die Kindergärtler beherbergt. Neben den sieben Schulzimmern umfasst es mehrere Gruppen-, Lehrer- und Nebenräume. Drei Innenhöfe ermöglichen viel natürliches Licht und Schulraum im Freien. Das Material-Konzept schlägt aussen Sichtbeton und innen Holzwände vor. «Das ist genau der Gegensatz zur Mehrzweckhalle und passt sehr gut.», lobte der Güttinger Gemeindeammann Eugen Staub. «Das Schulhaus wurde sehr schön in das Gebiet zwischen den Siedlungen und der Mehrzweckhalle eingefügt.» Auch finde er toll, dass noch genügend Platz für weitere Projekte vorhanden sei.

Die Anbindung ans Dorf strich auch Fachjuror Raphael Künzler heraus: «Da das Gebäude einstöckig ist, dehnt es sich aus und gibt ein Gefühl von Freiheit.»

Keine Hindernisse

Die Architekten freuten sich über den Sieg. «Mit dem eingeschossigen Bau sind wir zwar ein Risiko eingegangen, dieser hat aber vom Brandschutz her viele Vorteile», sagte Patrick Rohrer. Die Rollstuhlgängigkeit und andere Hindernisse seien so gar kein Thema, ergänzte Roman Sigrist.

Der nächste Schritt ist die Einholung des Projektierungskredits an der Rechnungsgemeindeversammlung am 13. Juni.




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