Tagblatt Online, 08. Mai 2012 06:32:00
Das Jugendhaus ist fertig gebaut
Sie freuen sich über den gelungenen Bau: Die Jugendarbeiter Urs Fillinger und Caroline Wenk, Liegenschaftsverwalter Peter Bergsteiner, Stadträtin Dorena Raggenbass, Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter Freizeit bei der Stadt, und Anja Juchli vom Verein Offene Jugendarbeit (Oja). (Bild: Bilder: Urs Brüschweiler)
KREUZLINGEN. Am Samstag wird das neue Jugendhaus an der Seestrasse eingeweiht. Die Bauarbeiten dauerten ein halbes Jahr und blieben innerhalb des Kostenrahmens von 805 000 Franken. Nun sollen die Jugendlichen die Räume mit Leben füllen.
URS BRÜSCHWEILER
«Die Suche nach Raum für die Jugendlichen dauerte lange», sagte Stadträtin Dorena Raggenbass rückblickend. Vor allem ein Ort, wo sie Party machen können, fehlte. Also entschied sich der Stadtrat vor zwei Jahren, einen solchen Raum zu bauen. «Jetzt ist alles fertig», sagte Dorena Raggenbass an der gestrigen Medienorientierung. «Nun gilt es das Haus mit Leben zu füllen.» Am kommenden Samstag um 14 Uhr wird das Jugendhaus offiziell eingeweiht. Die Rahmenbedingungen hier an der Seestrasse seien ideal. Der Ort sei nicht irgendwo abgelegen, sondern mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und trotzdem störe man keine Nachbarn, so die Stadträtin. Dorena Raggenbass, die auch als Präsidentin der Baukommission fungierte, freute sich auch, dass man mit den Kosten für den Bau im bewilligten Kreditrahmen von insgesamt 805 000 Franken geblieben sei.
Jugendhaus produziert Strom
Der städtische Liegenschaftenverwalter Peter Bergsteiner berichtete von den Bauarbeiten. Das Jugendhaus stehe auf einer massiven Bodenplatte und sei aus Fertigelementen erstellt worden. Ausserdem sei es Minergie-zertifiziert. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach produziere mit voraussichtlich 17 000 Kilowattstunden pro Jahr mehr Energie, als es verbrauchen werde.
Wie der Betrieb im Jugendhaus aufgegleist werden soll, erklärte Ruedi Wolfender, Leiter der Abteilung Freizeit der Stadt Kreuzlingen. Die Einrichtungen seien einfach, stabil und überschaubar gehalten worden. Es sei gewollt, dass es die Jugendlichen sein müssen, welche mit den Räumen arbeiten. Das Jugendhaus verfügt über einen grossen Saal, eine Küche, Toiletten, Büros für die Jugendarbeiter und den Verein Offene Jugendarbeit sowie einen Technikraum.
Coaching bei der Party-Planung
Anja Juchli, Aktuarin des Vereins Oja, hofft auf eine rege Nutzung des Jugendhauses durch die Jugendlichen. «Sie sollen sich trauen. Wir sind schon sehr gespannt auf verschiedene und kreative Ideen.» Endlich gebe es einen Ort, wo die Jungen willkommen sind und nicht stören.
Auch die Jugendarbeiter Caroline Wenk und Urs Fillinger freuen sich darauf, die Jugendlichen beim Organisieren von Veranstaltungen zu coachen. «Es wird kein Raum werden, wo man hineinkommt und konsumiert, sondern wo man sich selber mit einbringt.»
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deich (08. Mai 2012, 08:56)
Am Wasser
Man kann grundsätzlich glücklich sein über das, was sich hier die Stadt leistet. Ob der stadtabgewandte Standort richtig gewählt wurde, wird sich zeigen. Hoffentlich! Man sähe die Jugendlichen natürlich auch gerne in der Stadtmitte. Nur wegen des Lärms am Hafen zu siedeln ist etwas dürftig. Kreuzlingen bräuchte ebenso mehr sichtbare Kultur in der Mitte. Jugendkulturelle und altersübergreifende Ideen sind hier gefragt. Vorerst ist jedoch Partyzeit am Wasser mit schönen 17'000 Kilowatt auf dem Dach!
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