Tagblatt Online, 09. Mai 2009 01:04:35
Gewa punktet mit Vielfalt
Hemmschwellen abbauen: Die Möglichkeit, sich unverbindlich zu informieren, wird rege genutzt. (Bild: Bild: Donato Caspari)
Lächelnde Menschen, scherzende Worte, da und dort ein Häppchen zum Probieren: An der Gewa der Grenzstädte Kreuzlingen und Konstanz steht auch die Kontaktpflege im Mittelpunkt.
Maya Mussilier
Kreuzlingen. Zwei Länder, zwei Städte und eine Ausstellung, fast ohne Grenzen – die Gewerbeausstellung in Kreuzlingen und Konstanz ist zu einem Ganzen zusammengewachsen. Fast unbemerkt stehen die Besucher mal auf deutscher, mal auf Schweizer Seite. Nur kleine Schilder weisen darauf hin, in welchem Land man sich befindet. Das Grenzüberschreitende macht denn auch für die Aussteller einen gewissen Reiz aus. Genau das ist es, was Marc Vonlanthen vom Optikergeschäft See you Optik an der Gewa sehr schätzt.
«Wir haben hier nicht nur ein nationales Publikum und viele gute Begegnungen, obwohl sich der Besucheraufmarsch am Donnerstag etwas in Grenzen hielt.»
Der Messeauftritt bringe sie näher zur Kundschaft, ist auch Kirsten Sauder vom Neuroth Hörcenter in Kreuzlingen überzeugt. Gerade wenn es ums Hören gehe, hätten viele Leute Berührungsängste.
«An einer solchen Messe kann man sich völlig unverbindlich informieren, dann ist die Hemmschwelle auch tiefer, einen Hörtest zu machen», sagt sie.
Sie seien an vielen Messen vertreten, sagt Bruno Kellenberger von der Vinothek Austria aus Frauenfeld. Die Gewa Kreuzlingen bringe für sie den Vorteil, dass sie ein internationaleres Publikum ansprechen könnten. An der letzten Gewa hätten sie viele gute Kontakte knüpfen können. Einziger Wermutstropfen für den Aussteller: Nebenan sind zwei Standplätze freigeblieben.
Auch bei den Besuchern gibt es lobende Worte für die Gewa. Jacqueline Haas aus Lengwil kommt jedes Jahr zur Ausstellung. «Wir treffen hier Lieferanten, können uns aber auch unverbindlich informieren», sagt sie. Besonders schätzt die junge Frau, dass viele regionale Firmen vertreten sind. Ausserdem findet sie die Gewa abwechslungsreich und ausgeglichen: «Es hat für alle etwas, wie beispielsweise Autos für die Männer und Kosmetik für die Frauen.»
Ein treuer Gast an der Gewa ist auch Walter Burgunder aus Frauenfeld. «Meine Frau arbeitete früher am Stand vom Getränkemarkt Blaser», erzählt er. «Wir gehen gerne an Messen. Die Gewa hat sich in den letzten Jahren sehr zum Positiven verändert, sie ist eine richtig feine Messe geworden.»
Wer sich selbst ein Bild von der Gewa machen möchte hat heute von 10 bis 21 Uhr und morgen von 10 bist 18 Uhr noch Gelegenheit dazu.
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