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Tagblatt Online, 19. Oktober 2010 01:01:43

Der Concierge zu Diensten

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Zusammenleben: In der «Brillant»-Überbauung sollen Jung und Alt wohnen. Alle können von speziellen Serviceleistungen profitieren. (Bild: Bild: edc)

KREUZLINGEN. Beim Kranken- und Pflegezentrum Wellingtonia entsteht eine Überbauung mit 60 Wohnungen, die über einen Concierge-Service verfügen werden. Auch das Heim wird vollständig saniert.

URS BRÜSCHWEILER

«In Uniform werden Concierges nicht in der Lobby stehen», erklärt Peter di Gallo. «Aber ein gepflegtes Erscheinungsbild werden sie an den Tag legen.» Der Gesamtleiter des Kranken- und Pflegezentrums Wellingtonia an der Konstanzerstrasse hat grosse Pläne. Rund 60 Wohnungen in drei Mehrfamilienhäusern werden hinter dem Heim gebaut. Und wer dort einzieht, kann von einer Dienstleistung profitieren, die es in Kreuzlingen bisher nicht gibt: «Wohnen mit Service.» Der Concierge, der 24 Stunden in der Lobby eines der Häuser anwesend sein wird, steht allen Mietern für kleine Handreichungen und Besorgungen zur Verfügung und nimmt sich der Wünsche persönlich an. Auskünfte, Pakete entgegennehmen, Reservationen im Restaurant, Haustierbetreuung und mehr ist laut di Gallo in der Miete inbegriffen. Etwa 100 Franken höher sei diese im Monat, so das Angebot in zwei der drei Häuser, dem «Saphir» und dem «Rubin».

25 Millionen investiert

Grössere Geschichten wie Einkäufe besorgen, die Wäsche reinigen oder die Wohnung putzen werde man entsprechend verrechnen, erklärt Peter di Gallo und ergänzt: «Auf Wunsch zieht er auch die Winterpneus auf.» Diese Wohnungen sollen im September bezugsbereit sein, und die Vermietung läuft bereits über die Kreuzlinger Immokanzlei.

Obwohl es heute schon Anmeldungen gebe für den «Diamant», dem dritten Haus der 25 Millionen Franken teuren «Brillant»-Überbauung, kann man dort erst etwa im Frühling 2013 einziehen. Bis dahin werden die Wohnungen als Provisorium für die 54 Bewohner des Kranken- und Pflegezentrums Wellingtonia gebraucht. «Das Haus ist 40 Jahre alt und bedarf einer Totalsanierung», so di Gallo.

Sechs bis sieben Millionen Franken werde man investieren und danach einen hochwertigen Ausbaustandard bieten können. «Danach haben wir eine in Kreuzlingen einzigartige gemeinsame Infrastruktur.» Die Wohnungen und das Heim werden unterirdisch miteinander verbunden sein. Die Mieter können quasi in den Finken ins Restaurant. Und bei einem Notfall sei in spätestens drei Minuten jemand da, so di Gallo. «Die Nähe der Wohnungen zum Heim macht Sinn.»

Nicht nur fürs Alterswohnen

Für die Mieter des Hauses «Diamant» werde es ein Service-Paket geben mit bestimmten Leistungen. Vorgesehen sind dabei zum Beispiel eine tägliche Hauptmahlzeit im angeschlossenen Restaurant im selben Haus und eine wöchentliche Wohnungsreinigung. Für Peter di Gallo, der schweizweit noch weitere Angebote für Wohnen im Alter betreibt, unter anderem im appenzellischen Speicher, sagt, die Wohnungen seien auch für Junge geeignet.

Eine gute Mischung wolle man erreichen, damit sich die sozialen Kontakte nicht auflösen und es nicht zu einer «Ghettoisierung» komme.





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