Der Wahlsieg ist Niederberger kaum mehr zu nehmen

KOMMENTAR ⋅ Thomas Niederberger holte im ersten Wahlgang für das Kreuzlinger Stadtpräsidium weitaus am meisten Stimmen. Dass Niederberger die anderen Kandidaten in dieser Deutlichkeit distanzieren könnte, war nicht zu erwarten, schreibt Martina Eggenberger Lenz in ihrem Kommentar.
26. November 2017, 16:58
Zwei gehen als Sieger, vier als Verlierer aus dem ersten Wahlgang für das Kreuzlinger Stadtpräsidium hervor. Dass Thomas Niederberger die anderen Kandidaten in dieser Deutlichkeit distanzieren könnte, das war nicht zu erwarten. Die anderen hatten engagiert gekämpft und ihre Parteien im Rücken. Seine Noch-Parteilosigkeit ist dem Stadtschreiber nicht zum Verhängnis geworden. Die vielen Stimmen für ihn liefern einmal mehr den Beweis: Stadtpräsidentenwahlen sind Personenwahlen. Und Niederberger ist offensichtlich äusserst beliebt. Er gilt als umgänglicher Macher, als integrative Kraft.

Freuen über ihr Wahlresultat darf sich auch Edith Wohlfender. Dass sie als Zweitplatzierte aus diesem Rennen hervorgeht, ist ein Achtungserfolg. Die SP-Kandidatin, die nicht zum Favoritenkreis zählte, muss von einer gewissen Frauensolidarität profitiert haben. Alexander Salzmann hingegen kann sein Abschneiden nur als Niederlage werten. Er hat von allen den aufwendigsten Wahlkampf betrieben. Über die Bücher wird auch seine Partei, die FDP, müssen. Ihr ist es wieder nicht gelungen, die Rückkehr in die Exekutive aufzugleisen. Symptomatisch ist, dass sie nicht einmal das Gewerbe für ihren Kandidaten gewinnen konnte. Ernst Zülle und David Blatter konnten aus ihren Amtserfahrungen keinen Profit schlagen. Egal, wer dann noch mitmischt: Der Wahlsieg scheint Thomas Niederberger am 14. Januar fast sicher.

Martina Eggenberger Lenz
m.eggenberger@thurgauerzeitung.ch 

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