Rennen um Kreuzlinger Stadtpräsidium: Da waren's nur noch zwei

KREUZLINGEN ⋅ FDP-Stadtpräsident-Kandidat Alexander Salzmann verzichtet auf den zweiten Wahlgang. Auch Ernst Zülle von der CVP zieht sich wie erwartet zurück.
28. November 2017, 15:28
Urs Brüschweiler
Mit einer persönlichen Erklärung wandte sich Alexander Salzmann am Dienstag an die Öffentlichkeit: «Trotz meiner kämpferischen Natur und meines Einsatzes für unsere Stadt gilt es angesichts der grossen Stimmenunterschiede nun weitsichtig zu handeln und einen aussichtslosen Wettstreit nicht einzugehen. Daher erkläre ich meinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur im zweiten Wahlgang», heisst es in Salzmanns Schreiben. Der FDP-Kandidat hatte am Sonntag bei der Ersatzwahl um das Kreuzlinger Stadtpräsidium mit 645 Stimmen den dritten Rang erreicht. Der parteilose Thomas Niederberger mit 1417 Stimmen und SP-Kandidatin Edith Wohlfender mit 760 Stimmen lagen vor ihm. Er habe für seine Vision einer liberalen, modernen, innovativen und dynamischen Stadt mit Leidenschaft, viel Engagement und Herblut gekämpft. Diese Vision und seine Person hätten jedoch nicht den erhofften Widerhall im Kreuzlinger Stimmvolk gefunden, schreibt er. Salzmann bedankt sich bei allen Unterstützern und Wählern, sowie seinen Mitbewerbern für den fairen Wahlkampf. Er werde sich als Gemeinderat weiterhin für seine Vision einsetzen.
 

Zülle freut sich auf Niederberger

Praktisch zur selben Zeit am Dienstag gab auch CVP-Kandidat und Stadtrat Ernst Zülle seinen Verzicht offiziell bekannt. Er lag am Sonntag mit 434 Stimmen auf Platz vier, sein Rückzug hatte sich bereits angedeutet. «Als Stadtrat Departement Bau arbeite ich seit drei Jahren eng mit Stadtschreiber Thomas Niederberger zusammen. Für mich ist er der richtige Mann für die anspruchsvolle Aufgabe als Stadtpräsident», schreibt Zülle in seiner Mitteilung. Zudem verfüge er über ein breites Wissen der Dossiers, sei volksnah und habe Charisma. «Thomas Niederberger wünsche ich einen erfolgreichen zweiten Wahlgang und freue mich jetzt schon auf eine gute Zusammenarbeit in der Stadtregierung. 

Für den zweiten Wahlgang am 21. Januar bleiben damit lediglich Thomas Niederberger und Edith Wohlfender im Rennen. Letztere hat sich allerdings noch nicht auf eine erneute Kandidatur festgelegt. Der Vorstand von Gewerbe Kreuzlingen verlautbarte am Dienstag, dass er wie schon im ersten Wahlgang, auch im zweiten Wahlgang Thomas Niederberger unterstützen wird. Er sei der richtige Mann.

 

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