Entschärfung der Kreuzung

KREUZLINGEN ⋅ Stadt und Kanton bemängeln seit Jahren die Verkehrssituation bei der Kapelle Bernrain. So ist der Fussgängerübergang ungünstig gelegen, und die Abbiegespur lässt zu hohes Tempo zu. 2018 wird umgebaut.
28. September 2017, 07:42
Kurt Peter

Kurt Peter

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

Ein Unfallschwerpunkt ist die Kreuzung Brunnen-/Bernrain­strasse nicht. Dennoch werde die aktuelle Situation seit Jahren bemängelt, erklärt Benedikt Eberle, Abteilungsleiter Planung und Verkehr im kantonalen Tiefbauamt. So sei die Lage des Fussgängerübergangs auf der Kuppe ein Problem, zudem fehle die Mittelinsel zum Schutz. Nun liegt ein Projekt auf, das die Mängel beheben soll. Die neue Fussgängerüberführung wird dabei 30 Meter vom heutigen Standort nach Süden verlegt und weist einen 2,5 Meter breiten Warteraum, eine Fussgängerschutzinsel mit Velofurt auf. «Das verbessert die Sicherheit für die Fussgänger und die Velofahrer ganz erheblich», meint Eberle.

Verschoben wird auch die Bushaltestelle. Sie rückt 40 Meter nach Norden zur neuen Fussgängerüberquerung und wird behindertengerecht. Alle Geh- und Radwege im Knotenbereich werden neu gestaltet. Das hat zur Folge, dass der bestehende Parkplatz leicht nach Osten verlegt werden muss. Der Rad- und Gehweg auf der Ostseite der Bernrainstrasse sei dann durchgehend und mit Vortrittsregelung versehen. Um diese Massnahme baulich umsetzen zu können, musste der Kanton 89 Quadratmeter Wald erwerben. Dieser wird nach der Baubewilligung gerodet.

Der umgestaltete Parkplatz wird 23 Schrägparkfelder aufweisen, geplant ist auch ein separater Fahrradständer. Durch die Massnahmen werde die Ein- und Ausfahrtssituation des Parkplatzes verbessert. Komplett zurückgebaut wird die Abbiegespur in die Brunnenstrasse, das «Abbiegen von der Bernrain- in die Brunnenstrasse wird damit deutlich beruhigt», erklärt Eberle.

Abbiegespur kommt weg, Land wird rekultiviert

Durch den Rückbau der Abbiegespur können 410 Quadratmeter rekultiviert werden. Das Land wird der anstossenden Naturschutzzone zugewiesen. Auf der Bernrainstrasse wird der Belag auf einer Länge von 130 Meter erneuert, auf der Brunnenstrasse auf 35 Metern. Es sei vorgesehen, den Bau in zwei Etappen zu realisieren. Dabei werde die Strasse halbseitig gesperrt und der Verkehr durch eine Ampel geregelt, sagt Eberle. «Wir wollen die Massnahmen 2018 umsetzen, der Baubeginn steht aber noch nicht fest.» Die öffentliche Auflage dauert bis 11. Oktober. Die Investitionen belaufen sich auf 1,065 Millionen Franken. Darin enthalten sind das Projektmanagement, die Kosten für den Landerwerb von 47500 Franken und die Umgestaltung des Parkplatzes (150000 Franken).


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