Der Grundriss bleibt fast unverändert

KREUZLINGEN ⋅ Das evangelische Kirchgemeindehaus an der Bärenstrasse soll saniert und erneuert werden. Gestern präsentierte die Behörde das Siegerprojekt eines Architekturwettbewerbs.
29. November 2017, 07:21

«Die Jury war sich relativ rasch einig», sagt Kirchenpräsident Thomas Leuch. Für die Erneuerung und Sanierung des Kirch­gemeindehauses an der Bärenstrasse wurde gestern das Sieger­projekt vorgestellt. Aus den fünf Eingaben im Einladungswettbewerb erhielt jenes der Lauener Baer Architekten aus Frauenfeld in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekt Martin Klauser den Zuschlag. «Learning from Oak Park» heisst es. Die Architekten sahen beim Kirchgemeindehaus Bezüge zu den Präriehäusern von Frank Lloyd Wright, wie sie um 1910 in den USA gebaut wurden.

Möglichst wenige Eingriffe wollten Brian Baer und Donatus Lauener in ihrem Projektvorschlag machen, aus Rücksicht auf das bestehende Gebäude und auch wegen der Kosten. Ein zweigeschossiger Verwaltungstrakt ersetzt den ehemaligen Wohntrakt und gliedert sich optisch wieder an das bestehende Gebäude mit den hochstehenden Fenstern an. Da der Friedhof an dieser Ecke nahe an das Gebäude kommt, müssen einige Gräber verlegt werden. Im Innern des Kirchgemeindehauses aus den 1960er-Jahren will man den Eingangsbereich klarer definieren, den Lesesaal verglasen. Das sorgt für ein helleres Foyer, ebenso wie das geplante Oblicht. Viele Gedanken hat sich das Team um die Umgebungsgestaltung gemacht. Klarere Verbindungswege und die Aufwertung des Parkplatzes sind vorgesehen. Der Haupteingang bleibt jedoch im Westen.

Von der Erneuerung des Kirchgemeindehauses erhofft sich die Kirchenvorsteherschaft eine organisatorische Verbesserung der Abläufe durch eine Zusammenlegung der Büros. Und eine Sanierung sei mittlerweile auch ziemlich dringend, sagt Thomas Leuch und zeigte demonstrativ einen Kübel, der durchs Dach dringendes Wasser aufnimmt.

Eine Grössenordnung, was das Ganze kosten könnte, wollte der Kirchenpräsident noch nicht nennen. Vorerst müsse nun das Projekt im Detail ausgearbeitet werden. Dafür benötige man jedoch einen Projektierungskredit. Voraussichtlich werden die Kirchbürger an der Rechnungsversammlung im Mai darüber abstimmen können. ­Ambitioniertes Ziel für einen Baubeginn sei 2019.

 

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch


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