Anschluss ans Schiffsnetz

GÜTTINGEN ⋅ Die Seegemeinde hat jetzt einen Anlegesteg für Kursschiffe. Der Bau dauerte nur drei Monate. Die erste Ankunft vom deutschen Ufer wird mit einem Fest gefeiert.
23. Mai 2017, 05:18
Urs Brüschweiler

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler

@thurgauerzeitung.ch

«Es ging blitzschnell.» Gemeindepräsident Urs Rutishauser ist sehr zufrieden, wie problemlos das Projekt über die Bühne gegangen ist. Das Ortsschild «Güttingen» war letzte Woche noch nicht an seinem definitiven Platz montiert, einige kleine Details sind ebenfalls noch zu erledigen. Aber im Grossen und Ganzen ist der neue Steg fertig. Nur knapp drei Monate hat es gedauert und 330000 Franken gekostet, nun hat Güttingen einen Anlegesteg für Kursschiffe. «Der Pegel war lange tief. Das kam uns entgegen», sagt Rutishauser. Weil man dank der vorhandenen Einfahrt in den Kieshafen nichts ausbaggern musste, sei es ein minimaler Eingriff in die Natur. Und der Gemeindepräsident betont: «Alles wurde durch Güttinger Handwerker gemacht.» Die bestehende Westmole wurde einen Meter erhöht und um zwei Meter verlängert. «Bis auf die Sonnenkönigin können hier alle Schiffe des Bodensees anlegen», sagt Rutishauser stolz. Vorerst wird aber die seequerende Schiffsverbindung der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft Güttingen bedienen. Aus dem Dreieck Immenstaad, Hagnau, Altnau wird nun ein Viereck. Während der Sommermonate hält die «MS Rhyspitz» 20-mal pro Woche am neuen Steg, verteilt auf Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag. Die grösseren Schiffe der Linie Kreuzlingen –Romanshorn halten vorerst nicht in Güttingen. Dafür hätte man einen 160 Meter langen Steg bauen müssen, damit die Kursschiffe nicht zu viel Zeit verlieren. Für Rutishauser ist die seequerende Verbindung aber allemal ein grosser Attraktivitätsgewinn, der gefeiert werden soll.


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