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Tagblatt Online, 24. Mai 2011 01:06:57

Geldsegen für Thurgauer Forscher

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Freude bei Institutsleiter Daniel Legler (stehend) und Hesso Farhanag. (Bild: pd)

Der Schweizerische Nationalfonds unterstützt zwei Projekte des Biotechnologie-Instituts Thurgau mit einem Beitrag von 580 000 Franken und finanziert zudem ein hochauflösendes Mikroskop mit.

kreuzlingen. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat zwei Projekte von Wissenschaftern des Biotechnologie-Institutes Thurgau (BITG) in Kreuzlingen im Gesamtumfang von rund 580 000 Franken bewilligt. Mit gut 209 000 Franken unterstützt der SNF zudem die Anschaffung eines hochauflösenden Mikroskops.

Wanderung von Krebszellen

Inzwischen steht das neue Mikroskop im BITG in Kreuzlingen. Das Gerät ist in der Lage, hochauflösende Bilder von kleinsten Organellen einer Zelle aufzunehmen. Ferner erlaubt es, Zellen und Strukturen optisch zu schneiden, um so die genaue Lokalisation von Eiweissmolekülen bestimmen zu können. Zudem ermöglicht eine spezielle Zusatzeinrichtung, biologische Prozesse von einzelnen Eiweissen und Zellstrukturen in Echtzeit zu verfolgen. Diese Funktion benötigten die Forscher am BITG, um zum Beispiel die Vorgänge der Wanderung von Immunabwehrzellen und Krebszellen zu untersuchen. Die Untersuchung der Zellwanderung bildet einen Forschungsschwerpunkt des BITG. Diese Zellwanderung ist von grosser biomedizinischer Bedeutung, da sie die Grundlage der Metastasenbildung von Krebszellen ist.

Die Institutsleiter des BITG hatten die Anschaffung dieses Mikroskops beantragt, weil sie es für ihre aktuellen Projekte im Rahmen der Krebsforschung benötigen.

Die unterstützten Projekte

Das Projekt von Dr. Hesso Farhan wird während dreier Jahre mit gut 205 000 Franken gefördert. Es befasst sich mit der Krebszellen-Vermehrung. Das Projekt von Institutsleiter Dr. Daniel Legler wird mit insgesamt 375 000 Franken unterstützt. In diesem Projekt geht es darum, herauszufinden, wie weisse Blutzellen des körpereigenen Immunabwehrsystems effizient in die Lymphdrüsen einwandern und dort eine körpereigene Abwehr gegen die Krebszellen auslösen können. (pd)





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