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Tagblatt Online, 13. April 2010 05:35:00

Lieber Burkini als Dispensation

Burkini erlaubt

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Surferin im Burkini. (Bild: Bild: ap/Chris Carlson)

FRAUENFELD. Im Thurgau dürfen strenggläubige Muslimas mit dem Burkini in den Schwimmunterricht. Das sei nur in Ausnahmefällen möglich. Die Junge SVP kritisiert Regierungsrätin Monika Knill.

kaspar enz

Strenggläubige Muslimas dürfen im Thurgau mit dem Burkini verhüllt in den Schwimmunterricht, wie die Zeitung «Sonntag» berichtet. «Falls Eltern das wünschen, sollte das Tragen eines Burkinis ermöglicht werden», zitiert die Zeitung die Thurgauer Erziehungsdirektorin Monika Knill. Damit steht der Thurgau aber nicht allein, auch im Aargau, in Zürich, Basel und Solothurn ist der Burkini erlaubt.

Dispensierung vermeiden

«Der Schwimmunterricht sei in der Regel zu erteilen», sagt Walter Berger, Chef des Amtes für Volksschule. Eine Dispensierung vom Schwimmunterricht aus religiösen Gründen sei zu vermeiden, wie das Bundesgericht 2008 geurteilt hat. Deshalb gelte es, Bedingungen zu schaffen, die es auch strenggläubigen Muslimas erlauben, ihre religiösen Wertvorstellungen einzuhalten. Der Burkini sei aber nicht generell erlaubt, es werde auch nicht dafür geworben, sagt Berger.

«Die Schulbehörden können das in Einzelfällen und auf dringenden Wunsch der Eltern im Gespräch zubilligen.» Das steht auch in der Broschüre «Schule und Religion» des Amts für Volksschule. Werde Dispensation gewünscht, «soll die Möglichkeit eingeräumt werden, sich alleine umzuziehen und zu duschen, und einen Ganzkörperanzug zu tragen».

Oft getragen wird der verhüllende Schwimmanzug im Thurgau nicht, glaubt Berger. «Mir ist kein Fall bekannt.» Das Tragen des Burkinis sei auch problematisch, denn er wirke stigmatisierend.

Minarettverbot und Burkinis

Angeregt durch den Zeitungsbericht kritisiert die junge SVP Thurgau die SVP-Regierungsrätin Monika Knill. «Es ist befremdend und unerklärlich, dass die breitkritisierten Sonderfälle, insbesondere jene im Schwimm- und Turnunterricht selbst nach der Annahme des Minarettverbots doch noch bewilligt werden», wie es in einer Mitteilung der jungen SVP heisst.

Gerade von Mitgliedern der Exekutive fordere die Jungpartei, dass Entscheide im Sinne des Volkes umgesetzt würden.







Leser-Kommentare:
1 Beitrag

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scrapothekerin (13. April 2010, 08:25)
Augen auf!

Macht doch endlich die Augen auf! Strenggläubige Muslimas dürften ja nicht mal an einem Kiosk vorbeigehen, denn da gibt es Pornoheftli. Oder an der Bushaltestelle, dort gibt es Unterwäschewerbung.Wie lange dauert es, bis diese Kinder / Jugendliche auch vom Sexualkundeunterricht befreit werden? Denn dort spricht man offen über Sex, Verhütung usw. und das ist ja nicht erwünscht. Leute, die ihre Kinder SO erziehen wollen, sollen nicht in die Schweiz kommen, es gibt genügend Länder, wo solches Gedankengut offiziell verbreitet & unterstützt wird!!

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