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Tagblatt Online, 10. Dezember 2009 01:04:24

Tierschützer: Kein Platz für Kampfhunde

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Ein Pitbull mit Maulkorb. (Bild: Bild: AP/Christof Stache)

Die Tierschutzverbände wollen nur noch beschlagnahmte Listenhunde aufnehmen, wenn der Kanton die Kosten übernimmt. Eine solche Garantie will die Regierung aber nicht geben.

frauenfeld. Zwischen dem Thurgauischen Tierschutzverband (TTSV) mit Präsident Reinhold Zepf und Regierungsrat Kaspar Schläpfer bleiben die Fronten hart. Die Thurgauer Tierschutzverbände wollen keine Hunde mehr aufnehmen, die im Rahmen der Umsetzung des Hundegesetzes beschlagnahmt wurden – ausser der Kanton garantiert für die gesamte Aufenthaltsdauer die Kosten. 11 Verbände wollen sich an diese Richtlinie halten. Darunter sind auch Verbände, die dem TTSV nicht angehören.

Der Kanton habe ihnen das Hundegesetz verpasst, nun soll er auch finanziell für die Folgen geradestehen, heisst es in der Mitteilung des TTSV.

Regierungsrat bleibt gelassen

«Das macht mir kein Bauchweh», sagt Regierungsrat Kaspar Schläpfer. Noch seien rund 20 Bewilligungsverfahren hängig, zu Konfiskationen werde es höchstens in Einzelfällen kommen, sagt er. Eine Kostenübernahme für die gesamte Aufenthaltsdauer könne der Kanton nicht übernehmen.

Denn wie lange die Hunde im Heim bleiben müssten, bis das Veterinäramt eine neue Lösung gefunden hat, sei nicht voraussehbar. Der Kanton würde die Kosten – rund 30 Franken pro Tag – nur etwa einen Monat übernehmen. «Mehr können wir dem Steuerzahler nicht zumuten.» Ähnliche Fälle habe es schon immer gegeben. Bei ausgesetzten, von der Polizei mitgenommenen Hunden sei es auch so gegangen. «Reinhold Zepf will jetzt keine Listenhunde», sagt Schläpfer.

Noch 400 Listenhunde

Die Thurgauer Tierschutzverbände seien nicht die einzige Möglichkeit, einen beschlagnahmten Kampfhund unterzubringen, sagt Kaspar Schläpfer. Es gebe auch private oder ausserkantonale Heime. Ansonsten bezeichnet er das Hundegesetz als Erfolg. «Ursprünglich gab es 700 Hunde der aufgeführten Rassen im Thurgau, jetzt sind es noch 400.» Dank der Bewilligungspflicht würden auch weniger Kampfhunde angeschafft. (ken)





Leser-Kommentare:
1 Beitrag

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pofeiler (11. Dezember 2009, 13:43)
Kosten Übernehmen

Der Steuerzahler muss ja auch die Kosten tragen, die Kaspar Schläpfer verursacht und wir wissen auch nicht, wie lange seine "Aufenthaltsdauer" noch besteht. Es ist zu hoffen nicht mehr alzu lange. Ausserdem ist zu hoffen, dass er bald rechtlich Bestraft wird, für seine rassistischen Taten an der Hundewelt. In diesem Sinne Urs Erwin Breuss

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