Tagblatt Online, 05. Mai 2012 08:42:00
Tierschutzverband zeigt Jagdaufseher an
Füchse dürfen während der Schonzeit nicht getötet werden. (Bild: Daniel Hubacher)
FRAUENFELD. Der Thurgauische Tierschutzverband hat Strafanzeige gegen einen Jagdaufseher eingereicht. Er wirft ihm vor, zwei Jungfüchse vor den Augen eines Kindes getötet zu haben. Der Jagdaufseher sagt, er habe nur helfen wollen.
MARINA WINDER
Eine Frau rief beim Jagdaufseher an: Eine Füchsin mache ihr Schwierigkeiten, sagte sie am Telefon. Das Wildtier hatte seinen Bau direkt neben dem Einfamilienhaus gegraben. «Seit sie Nachwuchs hat, ist sie ziemlich aggressiv geworden», sagte die Frau. Die Füchsin habe sogar ihren Hund gebissen. «Ausserdem haben wir Kadaver im Garten liegen: ein halbes Reh, Enten, ein Hase.»
Jungfüchse selber gefangen
Die Frau suchte Hilfe bei der Polizei, bei der Gemeinde und bei den Jägern. Doch sie bekam keine. Das sei normal, dass Füchse nun mitten im Dorf leben, habe man ihr gesagt. Sie wendete sich an den Jagdaufseher. Dieser sagte ihr Hilfe zu.
Der Familie gelang es, die jungen Füchse selber zu fangen. Erst einen, diesen holte der Jagdaufseher ab. Später konnte sie auch die anderen Jungfüchse in einer Kartonkiste festhalten. Der Jagdaufseher sollte sie am Abend abholen. Die Frau nahm an, er würde die Jungtiere samt ihrer Mutter im Wald aussetzen. Doch der Mann tötete die Füchse vor Ort. Er schüttelte die Kiste und erschlug die beiden Füchse mit den Fäusten.
Dass dies vor den Augen des achtjährigen Mädchens geschah, das aus dem Haus gerannt war, um noch einen Blick auf die jungen Füchse zu erhaschen, ist ihm nun sehr peinlich. «Ich habe deswegen grosse Gewissensbisse», sagt er. Er wollte der Familie nur helfen, sie von der Fuchs-Plage befreien.
Einen anderen Weg, als die Tiere zu töten, habe er nicht gesehen. Denn sie ohne Mutter im Wald auszusetzen, das wäre seiner Meinung nach viel grausamer gewesen: «Die Mutter hätte sie nicht finden können, sie wären alleine verhungert.» Auch die Mutter zu fangen und gemeinsam mit den Jungtieren im Wald auszusetzen, sei nicht möglich gewesen. «Eine ausgewachsene Füchsin lässt sich doch nicht einfach so fangen!», sagt er.
Der Tierschutzverband wirft ihm nun vor, er habe die Jungtiere auf grausame Weise getötet. «Ich hätte sie doch nicht mitten im Dorf erschiessen können», sagt dazu der Jagdaufseher. «Ich habe das wirklich sehr ungern gemacht. Ich sah einfach keine andere Möglichkeit, der Familie zu helfen.»
Füchsin ist immer noch da
Die Frau ärgert sich indessen, dass die Jungtiere nun tot sind, der ausgewachsene Fuchs aber immer noch auf ihrem Grundstück lebt. «Ich kann am Abend nicht einmal mehr meinen Hund in den Garten lassen.» Sie hatte sich vom Thurgauischen Tierschutzverband Hilfe erhofft. Passiert sei allerdings nichts.
Der Tierschutzverband wurde anderweitig aktiv: Er hat Strafanzeige gegen den Jagdaufseher eingereicht. Zum einen, wegen der Art der Tötung. Diese verstosse gegen das Tierschutzgesetz, sagt Verbandspräsident Reinhold Zepf. Zum anderen aber auch wegen des Zeitpunkts: Während der Schonzeit vom 1. März bis zum 15. Juni dürften gesunde Füchse nicht getötet werden.
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Kommentare lesen
adolf31 (07. Mai 2012, 10:17)
Warum ....
Sollten sich meine Kritiker doch fragen, ist in diesem Falle die Füchsin in ein Wohngebiet abgedrängt worden und wurde dort gar noch von einem Artgenossen geschwängert ? - Weil … wir Menschen uns derart stark vermehren (1900 hatte die Schweiz ca. 2 Mio. Einwohner, heute über 7 Mio. !) - Wild und Wald Flächen wurden zu Baugrund und Kulturland für unsere Verbleiben umgenutzt.! - Zur Sicherheit unserer Bevölkerung wurden die Bären, Wölfe,Biber, Geier und Luchse ganz einfach ausgerottet und werden unseren Nachkommen daher lediglich noch als „herzige Plüsch Spielsachen“ geschenkt ! - Was wir dabei inzwischen verlernt haben ist, Verpflichtungen zu übernehmen, und, das wurde uns von unseren zahlreich über menschenfreundlichen Politikern und Beamten beigebracht : Man delegiere und versuchte damit sich von jeglicher Pflicht und Verantwortung zu ab zu schleichen gogen. - Probleme nicht gelöst : Seufzer spalte Leserbriefe aktivieren !
Beitrag kommentierenunbestechlicher (06. Mai 2012, 14:36)
War klar?
Darum empfehle ich Leuten wenn es um Wildtiere geht niemals einen Jäger, Förster oder gar die Polizei zu rufen. Zuerst immer mit einem Tierarzt (nichtjagender) oder einer Wildtierauffangstation Kontakt aufzunehmen um abzuklären wie man sich verhalten soll. Jäger haben von Tierschutz keinen blassen Schimmer und wie man sieht haben sie nur Mord und Totschlag im Sinn. Der Fall hier ist ganz klar eine Vergehen da die Füchse garantiert nicht beim ersten Schlag tot waren sondern leiden mußten. Eine Tötung war zudem völlig überflüssig. Ein Fuchs schleppt kein halbes Reh weg geschweige reißt eins. Woher kam also das Reh?? Was heißt eigentlich Jagdaufseher? Unter Aufseher verstehe ich z.B. einen Justizangestellten der Knackis bewacht. In Sinne der Jagd würde demnach ein Knacki die anderen Knackis bewachen? Soviel zu dem irreführenden Begriff. Ein Jagdaufseher kann demnach nur ein Nichtjäger bzw. Tierschützer sein. Man macht den Bock zum Gärtner
Beitrag kommentierenadolf31 (06. Mai 2012, 11:01)
Ehre der Tiere verletzen ?
Empfehle Samsal dringenst einen "Seelen Heiler" aufzusuchen.... Ehrverletzung von Tieren, warum nicht von Bieren ?
Beitrag kommentierensansal (07. Mai 2012, 15:40)
@ADOLFK31
warum nicht von Bieren ?
Beitrag kommentierenJetzt ist mir einiges klar. Sagt alles über Sie aus.
sansal (06. Mai 2012, 09:17)
Warum?
Warum werden diese dummdreisten Kommentare eines ADOLFK31 nicht gelöscht?
Beitrag kommentierenGehört er etwa auch zu jenen, welche es normal finden Tiere mit der Faust zu erschlagen? Die Redaktion behält sich vor ehrverletzende Artikel nicht zu publizieren. Hallo schlafen Sie noch? Warum werden gleich DREI Kommentare dieses ADOLFK31 genehmigt, obwohl dieser sowohl Tiere als auch Menschen sehr wohl in ihrer Ehre verletzt. Ich kann über die Redaktion, den Jagdaufseher (man sollte ihn seines Amtes entheben) sowie den ADOLFK31 nur den Kopf schüttel.
adolfk31 (05. Mai 2012, 13:23)
PS.
Ein von der Schweiz übliche Antrag auf Nachbesserung dieses Naturgesetzes, vom Verein Schweizerischer Frauen des Wild Tierschutzes, wurde von Seiten der Kamele und Vogel Strauss Vertretungen vehement verweigert. - Eigentlich sollte man vor der Veröffentlichung solch tränen Drüsen literarischer Hochleistungs- Ergüssen erstmals die Materie studieren gogen ....
Beitrag kommentierenadolfk31 (05. Mai 2012, 12:26)
Und der Herr Lehrer meckert .........
Der Fuchs ist ein tierisches Wild Lebewesen, das sich seinen Lebensraum genau absteckt und mit Urinspritzern stets neu markiert. Die Füchsin mitsamt den Jungen wäre innerhalb von wenigen Stunden wieder zurück zum „alten Wohnort" geflohen oder von den Nebenbuhlerinnen im tiefen Wald, dort wo die Rehlein mit ihren Böcken so friedlich grasen und erschossen werden, gar grässlich zu Tode zerfletscht worden. Denn auch die vielen fleissigen Ameislein möchten gerne umweltbewusst und Protein Reich ernährt werden ..... Und dies ist seid jeh her die welt- übliche, natürliche Entsorgung, gegen die sogar das EU Recht mit der überschwänglichen vollen Unterstützung der HSG keinen Einhalt gebieten kann gogen ... Waidmanns Heil ! (oder Dürgers Frust ?)
Beitrag kommentierendeich (05. Mai 2012, 09:37)
Fabulieren
ADOLFK31 bringt wiedermal nichts bei! Er fabuliert zusammenhangslos am Thema vorbei. In dem vorliegenden Fall ist abzuklären, ob es noch eine andere Lösung gegeben hätte, das angesprochene, private "Fuchsproblem" zur Zufriedenheit zu lösen, ohne dass es zum beschriebenen Stress von Anwesenden (Menschen und Tieren!) gekommen wäre. Für ähnliche Fälle bestünde so eine Referenz. Und das mit der "Schonzeit" lässt sich einfach darstellen.
Beitrag kommentierenadolfk31 (05. Mai 2012, 09:12)
Schaurig !
Da hat ein verkannter Jagd Aufseher Seine Pflicht erfüllt, aber die arme Mami kauft eben heute die Hühner bereits tot und ausgenommen im Supermarkt und nicht mehr wie Ihre Mami lebend auf dem Wochen Markt.! - Somit ist eine eigentliche Kulturpause für uns Kultur Banausen eingetreten, die wiederum vermehrt von Seelen Gurus genauestens zu untersuchen ist. Gnadenlos isst aber die heutige Mami Kinder von ausgewachsenen Kuh Mamis, undefiniert grausam getöteten Fischleichen, Tee Nager Söili und minderjährigen Chüngel .... Daher : zurück zum Gras Konsum, frische Milch stärkt unsere Jugend und fördert diese zu richtigen Mannen und Weibern !
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