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Tagblatt Online, 16. Mai 2012 12:23:00

Noch kein Frühlingserwachen in der Thurgauer Industrie

FRAUENFELD. Nach wie vor läuft die Thurgauer Industriekonjunktur harzig. Dennoch erwarten die Betriebe für die nächsten Monate einen steigenden Bestellungseingang. Immer noch im Hoch ist die Baukonjunktur. Die Lage im Detailhandel bleibt angespannt.

Gemäss der neusten Ausgabe des «Thurgauer Wirtschaftsbarometers» hat sich der Anteil der Industriebetriebe, die ihre Geschäftslage als schlecht einstufen, zwischen Januar und April auf knapp 20 Prozent erhöht, wie der Kanton am Mittwoch mitteilte. Nur etwa 11 Prozent der Betriebe sprachen im April von einer guten Geschäftslage.
Trotzdem gibt es Hoffnungsschimmer. Die Industrieproduktion sowie der Bestellungseingang sind gegen Ende des ersten Quartals etwas gestiegen. Trotzdem bewegten sie sich noch immer unter dem Niveau des Vorjahres. Niedrig ist der Auftragsbestand, vor allem aus dem Ausland.

Etwas besser läuft es auch in der Thurgauer Exportwirtschaft, was allerdings fast ausschliesslich auf eine Exportsteigerung in der Fahrzeugindustrie zurückzuführen ist. Alle anderen wichtigeren Exportbranchen, mit Ausnahme der Nahrungsmittelindustrie, mussten Rückgänge hinnehmen.

Weiterhin im Hoch ist die Thurgauer Baukonjunktur. Im April beurteilte jeder zweite Betrieb seinen Auftragsbestand als hoch. Nach wie vor angespannt bleibt die Stimmung im Detailhandel. Immerhin beurteilten die Detailhändler ihre Geschäftslage im Vergleich zum Jahresbeginn etwas positiver. (sda)


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