Tagblatt Online, 25. August 2012 08:30:00
Magere Bilanz im Kampf gegen Littering
FRAUENFELD. Mit einer neuen Strategie will der Kanton das unachtsame Wegwerfen von Abfall energischer bekämpfen.
Eine Zwischenbilanz zur Antilittering-Kampagne fällt mager aus. Für die Mehrheit der Gemeinden ist die Lage unverändert – obwohl der Kanton das unachtsame Wegwerfen von Abfall seit 2008 mit einer Kampagne bekämpft. Das geht aus einer Umfrage unter den Gemeinden vom Herbst 2011 hervor, aus der der Regierungsrat in der Antwort auf eine Einfache Anfrage von Kantonsrat Markus Berner (BDP, Amriswil) zitiert. Berner verlangte eine Zwischenbilanz zur Kampagne und fragte, ob sie nach ihrem Ende 2013 weitergeführt wird.
Trotzdem positives Urteil
Trotz des unerfreulichen Befundes an der Littering-Front beurteilt der Regierungsrat die Anti-littering-Kampagne als «insgesamt positiv, wobei die einzelnen Elemente differenziert betrachtet werden müssen». Anschliessend zählt er die verschiedenen Aktivitäten auf – vom Steckbrief für den typischen Littering-Standort über den Antilittering-Preis und Jugendworkshops bis hin zum Anti-littering-Forum, an dem etwa Jugendarbeiter, Hauswarte oder Behördenvertreter teilnehmen. Die Gemeinden würden zudem die einschlägigen Websites der Kampagne nutzen, hält der Regierungsrat weiter fest.
Die Antilittering-Kampagne begleitet das seit 2008 geltende Littering-Verbot. Mit 50 Franken wird seither gebüsst, wer zum Beispiel Dosen, Zigarettenstummel oder Kaugummis einfach wegwirft – und sich dabei erwischen lässt. 2011 sprach die Kantonspolizei laut Regierungsrat ganze 119 Ordnungsbussen aus.
Mehrfachstrategie in Arbeit
Am Kampf gegen Littering will der Regierungsrat festhalten. Diese Absicht sei in den Regierungsrichtlinien verankert, heisst es in der Antwort auf die Anfrage Berners. Absicht ist demnach, eine neue Mehrfachstrategie auszuarbeiten. Sie soll Information, Schulung, Repression und Massnahmen zur Sauberhaltung umfassen.
Die Strategie soll in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Verbänden entstehen. Sie habe das Ziel, «Littering in Zukunft noch umfassender und noch energischer zu bekämpfen.» Ab 2013 sollen die Gemeinden über eine internetbasierte Antilittering-Toolbox noch mehr Tips gegen Littering erhalten. (wid)
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Kommentar lesen
unangan (25. August 2012, 12:57)
na..dann...
Ihr Sauberkeitsfanatkier...
Beitrag kommentierenWir in der Schweiz sind keine Asiaten, deren Oberen die Durchsetzungskraft eines "Hundesgehorsams" besitzen.
Ehrlich.. als Agnostikers:, "Gott sei Dank".
Sauberkeit in Ehren.. Doch ein Zigarettenstummel, oder deren Verpackungsabriss gleich mit irgend welchen Strafmassnahmen zu ahnden... ???..
Hat die Schweiz keine anderen Probleme die höher gewichtet werden...???...
Ehrlich:, als ich vor ca 40 Jahren das erste Mal Paris besuchte, so schockierte mich die "Unordnung" in den Strassen einer mir "vorgegaukelten" schönen Stadt.
Doch, "Gott sei Dank" lernt die Lebenserfahrung wichtigere Punkte des Lebens. Und dies auf einen Zigarettenstummel zu reduziert, den ich mit einem "Fussflah" zur Seite schiebe...!!!..
Wenn dies die Probleme der Gesellschaft wären.. den eben:, "Gott sei Dank" haben wir Schweizer nur diese Probleme.... smile...
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