Tagblatt Online, 03. Juni 2012 12:45:00
Kein Referendum gegen Importverbot von Delfinen
LIPPERSWIL. Der Freizeitpark Connyland im thurgauischen Lipperswil ergreift definitiv kein Referendum gegen das Importverbot von Delfinen. Das letzte Delfinarium der Schweiz hat für den Abstimmungskampf keinen Partner gefunden.
Das Connyland würde zwar genügend Unterschriften für ein Referendum zusammenbringen, der Abstimmungskampf wäre ohne Partner aber zu kostspielig, bestätigte Connyland-Geschäftsführer Erich Brandenberger Berichtes des «Sonntag» und der «SonntagsZeitung».
Die drei verbleibenden Delfine müssen laut Brandenberger weggegeben werden. Das siebenjährige Männchen Angel sei bald geschlechtsreif und wird sich dann mit der Mutter Chicky paaren wollen. «Dann müssen wir das Männchen von der Mutter trennen», sagte Brandenberger. Das sei das Ende des Delfinariums. Auch die beiden letzten Tiere müssten weg, weil ihre Haltung nicht mehr artgerecht wäre.
Neue Delfine darf das Connyland keine mehr in die Schweiz einführen. Der Nationalrat schwenkte am vergangenen Dienstag auf die Linie des Ständerates ein. Damit hat das Parlament eine «Lex Connyland» geschaffen.
Im November vergangenen Jahres waren in Delfinarium von Lipperswil innerhalb weniger Tage zwei Tümmler verendet. Die Thurgauer Staatsanwaltschaft kam nach einer Untersuchung der Kadaver zum Schluss, dass die beiden Delfine an einer Gehirnschädigung als Folge von Antibiotika verendet seien.
Dagegen wehrt sich das Connyland. Geschäftsführer Erich Brandberger ist überzeugt, die Tiere seien vergiftet worden. Anlass dazu gibt Brandberger auch ein Bericht des Instituts für Rechtsmedizin in St. Gallen, in dem es heisst, im Urin der beiden Delfine sei das Opium-Derivat Buprenorphin festgestellt worden. (sda)
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Kommentare lesen
adolfk31 (04. Juni 2012, 07:15)
Aha ....
darum werde die Delfin Vergnügungs- Plätze weltweit möglichst nahe von Krokodil Shows gebaut und betrieben. - Aber eben, in der Schweiz verfügen wir von den Letzteren lediglich über reichlich Zwei Beinige Spezien.
Beitrag kommentierennabru (03. Juni 2012, 14:49)
geschaft ???
haben es die "Tierschützer" tatsächlich geschaft, dass die verbleibenden Delfine NICHT mer in so sicheren und (verhältnismässig, schweiz. Tierschutzgesetz) geborgener Umgebung leben dürfen !!!!
Beitrag kommentierenImmerhin besteht dort die Hoffnung, dass sie nicht vergiftet werden.
Herr Brandenberger mach Sie noch einmal Werbung bevor die Delfine weg müssen, ich möcht gerne mit meinem Enkel die Tiere noch einmal erleben (die letzte Gelegenheit vermutlich in seinem Leben).
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