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Tagblatt Online, 25. Mai 2012 13:13:00

Hermann Lei für Prix Courage vorgeschlagen

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Hermann Lei brachte die «Affäre Hildebrand» ins Rollen. (Bild: Reto Martin )

Die Junge SVP Schweiz möchte, dass der Thurgauer Kantonsrat Hermann Lei den Prix Courage 2012 erhält. Für die Jungpartei hat sich der SVP-Kantonsrat in seiner Rolle um die «Affäre Hildebrand» verdient gemacht.

Seit 1997 zeichnet die Zeitschrift «Beobachter» Persönlichkeiten für ausserordentliche und mutige Taten mit dem Prix Courage aus. Für die Schweizer Jung SVP ist klar: Hermann Lei hat mit seinem «mutigen und selbstlosen Handeln Zivilcourage bewiesen».

Der Thurgauer SVP-Kantonsrat Lei ist im letzten Herbst über einen ehemaligen Bank-Angestellten an Kontobewegungen des damaligen Chef der Schweizerischen Nationalbank, Philipp Hildebrand, gekommen. Als die Devisengeschäfte öffentlich wurden, entbrannte eine Debatte über mögliche Insidergeschäfte und moralische Verfehlungen des Nationalbank-Chefs.

Wie die Junge SVP in einer Mitteilung schreibt, bemühte sich Lei, dass «die Insidergeschäfte aufgearbeitet» werden. Dabei sei der Thurgauer, «als Überbringer der schlechten Nachricht», zur Zielscheibe der öffentlichen Kritik geworden.

Hildebrand sah sich unter dem stetigen Druck zum Rücktritt gezwungen. Mehrere Untersuchungen entlasteten den ehemaligen Nationalbank-Chef jedoch von allen Vorwürfen. Hermann Lei schaffte trotz aller Kritik im April die Wiederwahl in den Thurgauer Grossen Rat. (rr)


Leser-Kommentare:
12 Beiträge

Kommentare lesen

matata (29. Mai 2012, 08:22)
für Prix Courage vorgeschlagen

S V P = Schweizerische Verblödungs Partei

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Lissi (29. Mai 2012, 07:01)
Schlechter Scherz

Hat die junge SVP eigentlich etwas überlegt.?so ein Unsinn ,einen mehr als umstrittenen Mann auszeichnen zu wollen?bitte werdet erst erwachsen und denkt ein bisschen über eure Nasenspitze weiter.mit solchen Ideen vergrault ihr die letzten cleveren SVPwaehler.

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mercator (28. Mai 2012, 06:39)
....der Beweis .....

Es sind doch gerade die vielen Gegenkommentare, die beweisen, dass es Courage braucht, das zu tun, was Lei getan hat. Vielleicht ist Courage auch etwas, das dem sog. 'gesunden Menschenverstand' widerspricht. Der Schuss kann nämlich auch nach hinten losgehen...wie wir auch von anderen Whistleblower inzwischen wissen.
Manch eine/r würde 'es' nicht wieder tun !

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ith.eduard (26. Mai 2012, 08:25)
Kostenlose Medienpräsenz

ne, die sind nicht bescheuert, die Jung-SVP'ler, sondern diesbezüglich nur Fuchs-schlau!

Nicht etwa weil Sie den «Hosenseicher» für den Prix Courage vorschlagen, sondern, weil mit diesem Vorschlag wieder eine gratis Medienpräsenz erreicht wurde. «Es ist nicht die Frage, wie man über dich spricht, sondern dass man überhaupt über dich spricht», eine alte Weisheit, welche die SVP immer wieder anwendet. Provozieren, anstatt Inserate finanzieren!

Schade nur, dass unsere Journis jede Nullnummer, die da aus diesem Lager kommt, gleich für medial spektakulär hält. Aber so wie die Schlagzeile gekommen so schnell wieder zerronnen.

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klarsicht (26. Mai 2012, 06:44)
Was sagte Hermann Lei doch ...

Ich seich id Hose....!

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costaricaner (25. Mai 2012, 23:27)
Ein Beitrag für die Fasnachtzeitung

Schade ist die Fasnacht schon vorbei. Dieser Beitrag der verrückt gewordenen Jung-SVPler wäre wohl in jeder Fasnachtzeitung auf Seite 1 verarbeitet worden. Auch die Schnitzelbänkler hätten wohl für Schreikrämpfe gesorgt !!!

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altendorf (25. Mai 2012, 20:38)
"unverständliche Art von Politik"

oder "bescheuert" was solls, es wurde sogar eine fragliche bundesrätin zur schweizerin des jahres zwinkern

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Turmhofspatz (25. Mai 2012, 17:34)
Die Jung SVPler sind noch bescheuerter als die Alten aus Zürich

Das kann doch nicht wahr sein! Mit solchem Politnachwuchs gehen wir einer guten Zukunft entgegen! Ich werde in nie mehr SVP wählen.

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usa-staad (25. Mai 2012, 16:58)
Wie in einem Märchen

Soll hier ein vermeintlicher Täter nun noch zum Helden werden? Erstaunt mich nicht, dass dieser Antrag von der SVP kommt! Aber das ist die unverständliche Art von Politik, welche die SVP in den letzten Monaten schreibt und kommuniziert. Unversändlich!

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deich (25. Mai 2012, 16:08)
Vergessen

Auch wenn Lei letztlich freigesprochen würde, so hatte seine Aktion nichts mit "Courage" zu tun, sondern es lief dabei nun mal auch eine parteiinterne Veranstaltung ab - zusammengemixt mit anderen bekannten Protagonisten, eben ein politischer Vorgang, der nicht mit dem Status der "Ehrenhaftigkeit" noch zu glorifizieren ist. Hildebrand wurde, wie man weiss, von allen Vorwürfen frei gesprochen. Lei's Handeln evoziert grundsätzlich ein Denunziantentum, wie es in einem demokratischen Land eigentlich nicht für möglich gehalten wird. Die "Junge SVP Schweiz" zeigt einmal mehr, wie verwerflich und destruktiv ihre politische Arbeit ausarten kann. Unter dieser Truppe sind - zur Ehrenrettung, allerdings auch noch welche, die Politik ernster nehmen und sich um Sachlichkeit und Kooperation bemühen. Und so kann man die ständigen Provokateure innerhalb der Gruppierung dann auch schlicht vergessen. Beobachter: Bitte melden!

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wediwa (25. Mai 2012, 15:16)
Was soll das!

Also jetzt muss ich doch am Verstand dieser Leute zweifeln. Wissen diese Leute eigentlich was sie da von sich geben? Ein illegaler Vorgang sollte hier noch belohnt werden?

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panmark58 (25. Mai 2012, 13:40)
Ja, sind denn die von allen Geistern verlassen?

Da verfälscht bzw. manipuliert ein Kantonspolitiker nachweislich Dokumente, missachtet das Bankkundengeheimnis und hat eine Strafuntersuchung am Hals, und so eine Person soll für den Prix Courage vorgeschlagen werden. Ich seich id Hose...

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