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Tagblatt Online
27. Januar 2016, 15:21 Uhr

Flüchtlinge beschäftigen Thurgauer Kantonsräte

Die Flüchtlingskrise beschäftigt auch das Thurgauer Kantonsparlament. Zoom

Die Flüchtlingskrise beschäftigt auch das Thurgauer Kantonsparlament.

WEINFELDEN. Flüchtlinge beschäftigen zunehmend die Thurgauer Politiker. Drei Anfragen gingen am Mittwoch im Grossen Rat ein. Diese reichen von den angeblichen Problemen im Empfangszentrum Kreuzlingen bis zur Arbeitsintegration von Asylsuchenden.

Knapp drei Monate vor den Kantonsratswahlen steigt die Zahl von politischen Vorstössen im Thurgauer Kantonsparlament an. Hauptthema waren am Mittwoch die Flüchtlinge. Gina Rüetschi von der Grünen Partei stellt in einer Einfachen Anfrage Fragen zur privaten Betreuungsfirma, welche für den Betrieb und die Sicherheit im Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen (EVZ) sorgt.

Gewalt im Flüchtlingszentrum

Zudem will Rüetschi wissen, ob die Thurgauer Regierung Einfluss habe auf die Entkräftung der Vorwürfe, welche die "Sonntagszeitung" vor zehn Tagen durch die Publikation eines Berichtes eines Undercover-Journalisten erhoben hatte. Unter anderem berichtete der deutsche Journalist von Gewalt gegenüber Asylsuchenden.

Eine weitere Anfrage betrifft die Religionsfreiheit in den Flüchtlingszentren. Hans Trachsel von der EDU will von der Thurgauer Regierung wissen, ob es auch in Thurgauer Unterkünften oder Heimen Konflikte zwischen Muslimen und Christen gebe. Zudem verlangt der Politiker Auskunft darüber, ob die Muslime in den Flüchtlingszentren integriert, beziehungsweise über die christliche Kultur aufgeklärt werden.

Arbeiten statt Sozialhilfe beziehen

Ein dritter Vorstoss stellt Fragen zur Arbeitsintegration von Asylsuchenden. Toni Kappeler von der Grünen Partei will unter anderem wissen, ob der Kanton die Arbeitsintegration von Flüchtlingen mit Lohnzuschüssen fördern könnte. "Das wäre für die öffentliche Hand noch immer günstiger als ein Vollempfänger der Sozialhilfe", schreibt Kappeler.

Ausserdem beschäftigt sich die Interpellation mit der Frage, ob Gemeinden mit vorbildlichen Integrationsbemühungen vom Kanton finanziell unterstützt werden könnten. Eine weitere Frage betrifft die vom Bund vorgesehene Flüchtlingslehre. Kappeler will wissen, ob der Kanton Thurgau vorhabe, sich an diesem Programm zu beteiligen. (sda)



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naturell (27. Januar 2016, 18:57)
Undercover-"Journalist"

Ob der Bericht dieses Undercover-"Journalisten" den Tatsachen entspricht kann ich nicht nachvollziehen. Als guter Beobachter des Empfangszentrum von Kreuzlingen beobachte gerade das Gegenteil. Die vielen Sicherheitsleute die das Zentrum mit der Umgebung bis zum Bahnhof Kreuzlingen überwachen, machen mir einen netten, freundlichen Eindruck. Auch die bei Diebstählen erwischten Asylanten in den in nächster Nähe liegenden Läden wie "ALDI", "LANDI" und DENNER, werden anständig auf ihr Fehlverhalten hingewiesen und wenn nötig der Polizei übergeben.

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