Tagblatt Online, 02. Mai 2012 17:21:00
Falscher Scheich muss dreieinhalb Jahre ins Gefängnis
Volker Eckel zeigt im Jahr 2009 seine C-Aufenthaltsbewilligung. (Bild: Nana do Carmo/Archiv)
ROTTWEIL. Ein falscher Scheich kommt für seine betrügerische Beteiligung an gigantischen Bauprojekten ins Gefängnis: Das Landgericht Rottweil verurteilte den Hochstapler Volker Eckel am Mittwoch wegen Betrugs in fünf Fällen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.
Der 46-Jährige hatte mit seinem angeblichen Vermögen von 700 Milliarden US-Dollar Politiker, Unternehmer und Sportfunktionäre an der Nase herumgeführt. Volker Eckel gab vor, Sohn des irakischen Diktators Saddam Hussein und einer arabischen Prinzessin zu sein. Aufsehen erregte im Jahr 2009 etwa sein Versprechen, 300 Millionen Franken in den Fussballklub Grasshopper Zürich zu investieren. Der Thurgauer Steuerverwaltung versprach er zudem jährlich pauschal fünf Millionen Franken Steuern, woraufhin er eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung erhalten hatte. Beides Geldbeträge, die nie ankamen.Der Angeklagte hatte zu Beginn des Verfahrens ein Geständnis abgelegt. Mit gefälschten Papieren und seinem überzeugenden Auftreten sei es ihm gelungen, angesehene Geschäftsleute von seiner Herkunft zu überzeugen, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsverkündung. Die Staatsanwaltschaft hatte viereinhalb Jahre Haft gefordert. (sda/red.)
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unangan (02. Mai 2012, 18:43)
@angesehene Geschäftsleute von seiner Herkunft zu überzeugen,
.... grins.... angesehene Geschäftsleute sind eben vielfach "nur angesehen"... Wer einem solchesn Märchen des "Scheichs" vertraut, sollte auch gerichtlich belangt werden. Denn wie heisst es so schön... Unwissenheit... (hier Dummheit) schützt nicht.
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