Tötung an Türsteher in Konstanz: Tatwaffe wurde im Thurgau gekauft

SCHIESSEREI ⋅ In einer Schiesserei vor einem Nachtclub in Konstanz hat Ende Juli 2017 hat ein 34-jähriger Iraker mit einem Sturmgewehr einen Türsteher getötet und mehrere Personen teils schwer verletzt. Nun haben Ermittlungen ergeben: Die Tatwaffe hat der Schütze im Thurgau gekauft.
11. April 2018, 16:19
Wie die Staatsanwaltschaft Konstanz mitteilt, habe der Schütze das Sturmgewehr vom Typ M16 Anfang 2017 in Kreuzlingen von einem dort wohnhaften 30-jährigen Österreicher gekauft. "Der Verkauf der Waffe fand auf Vermittlung eines ebenfalls in Kreuzlingen wohnhaften 34-jährigen Deutschen statt", heisst es in der Mitteilung weiter.

Der Verkäufer seinerseits habe das Gewehr Ende 2016 von einem Schweizer gekauft, der es mehrere Jahre zuvor von einem Unbekannten erworben haben will.

Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen führt ein Strafverfahren gegen drei Personen wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit mit Waffen und Vergehen gegen das Waffengesetz. Die Ermittlungen sind nach wie vor im Gange.

Ende Juli 2017 hatte ein 34-jähriger Iraker mit dem Sturmgewehr im Konstanzer Club "Grey" um sich geschossen und einen Türsteher getötet. Der Täter kam bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben. (chk)

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