Thurgauer Sozialhilfequote sinkt erstmals seit 2008

SINKENDE KOSTEN ⋅ Im Kanton Thurgau haben 2016 die Ausgaben für die Sozialhilfe leicht abgenommen. Die Sozialhilfequote sank von 1,8 auf 1,7 Prozent - obwohl mehr Menschen auf Sozialhilfe angewiesen waren.
26. September 2017, 11:37
Die Thurgauer Gemeinden hätten im letzten Jahr 38,9 Mio. Franken für die Sozialhilfe ausgegeben, teilte das Thurgauer Sozialamt am Dienstag mit. Damit lagen die Nettoaufwendungen um zwei Prozent oder um 0,9 Mio. Franken tiefer als 2015.

Die Ausgaben sanken erstmals seit 2008. Wenn man berücksichtige, dass 2016 drei Gemeinden auch die Kosten für Integrations- und Beschäftigungsprogramme eingerechnet hätten, falle die Abnahme noch ausgeprägter aus, heisst es in der Mitteilung. Dann wären es 1,3 Mio. Franken oder drei Prozent weniger.

Im Kanton Thurgau waren 2016 rund 4660 Personen auf die Sozialhilfe angewiesen. Das waren 40 Personen mehr als im Vorjahr. Trotzdem sank die Sozialhilfequote von 1,8 auf 1,7 Prozent. Der Grund: Die Zahl der unterstützten Personen wuchs weniger stark als die Wohnbevölkerung. (sda)

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