Pensionskasse Thurgau: Schluss mit Zusatzrenten

THURGAU ⋅ Die Thurgauer Pensionskasse hebt bis 2020 die Zusatzrente stufenweise auf. Grund dafür ist, dass davon vor allem Besserverdienende profitieren. Ausserdem schliesst sich die Lücke, die mit der Zusatzrente überbrückt wurde, mit der Erhöhung des Referenzalters auf 65 Jahre.
26. Juni 2017, 07:38
Die Zusatzrente der Pensionskasse Thurgau, die ab dem 63. Altersjahr bis zum AHV-Alter (64 bei den Frauen, 65 bei den Männer) ausgerichtet wird, ist eine kollektiv von allen finanzierte Leistung. Sie wird jedoch individuell, vor allem von besser Verdienenden in Anspruch genommen. Die Pensionskassenkommission (PKK) sieht darin eine Belastung der Solidarität, wie es in einer Mitteilung heisst. Durch die vorgesehene Erhöhung des Referenzalters für den Altersrücktritt von 63 auf 65 Jahre schliesst sich zudem bei der Pensionskasse die bisherige Lücke. Daher habe die PKK beschlossen, die Zusatzrente stufenweise aufzuheben.

Die Übergangsregelung sieht vor, dass Aktivversicherte per 31. Dezember 2019, die vor dem 1. Januar 1967 geboren sind, vom 63. bis zum vollendeten 65. Altersjahr eine Zusatzrente von Maximal 2350 Franken im Monat beziehen können, sofern sie keine IV-Renten beziehen. Für Polizisten gilt diese Regelung schon mit einem Geburtsdatum vor 1970.  Diese Zusatzrente werde alle zwei Jahre reduziert, bis auf maximal 470 Franken für die Jahre 2028 bis 2029.

Für Bezüger und Bezügerinnen einer Altersrente, die bereits am 31. Dezember 2017 läuft, entfällt diese Kürzung, wie es weiter heisst. Der Risikobeitrag wird ab 1. Januar 2020 reduziert. Mit der nächsten Reglementsrevision soll eine individuell finanzierte Überbrückungsrente geschaffen werden. (pd/jw)

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