Schweizer Meister: Nun will Jürg Wiesli mit seinem Riesenkürbis Europa erobern

ORANGER RIESE ⋅ Der Thurgauer SVP-Kantonsrat Jürg Wiesli wurde am Sonntag mit seinem Kürbis Schweizer Meister. Als Nächstes wartet die Europameisterschaft im deutschen Ludwigsburg. Anfang November kann man in Jona ein Stück vom Kürbis ergattern.
02. Oktober 2017, 20:23
Rossella Blattmann
Am Sonntag findet die Europameisterschaft im Kürbiswiegen statt. Herr Wiesli, wie transportieren Sie den Riesenkürbis nach Deutschland?
Per Lastwagen wird er von Dozwil nach Ludwigsburg gebracht. Um den Transport selber zu organisieren, ist der Kürbis dann doch zu schwer. (lacht). 

Was braucht es, um einen Riesenkürbis zu züchten, der über eine halbe Tonne wiegt? 
Regelmässige Pflege und ein guter Boden sind unabdingbar. Ich verbringe täglich zwei Stunden in meinem Garten.

Gibt es in Ihrem Garten auch normales Gemüse?
Allerdings gibt es das. Dafür ist meine Frau zuständig, ich kümmere mich ausschliesslich um das Riesengemüse. 

Gibt es zwischen einem herkömmlichen roten Kürbis und einem Riesenexemplar geschmackliche Unterschiede?
Das Fleisch eines Riesenkürbisses hat eine zartere Struktur, ist voll ausgereift und deutlich süsser. Es schmeckt fast wie bei einer Melone. Zudem ist der Kürbis  weich und lässt sich leicht schneiden. Am 5. November wird er auf dem Bächlihof im st.gallischen Jona zerteilt und gratis an die Bevölkerung verteilt. Ich teile mein Riesengemüse gerne.

Wegen Ihrer Bekanntheit als Gemüsezüchter: Werden Sie in der Öffentlichkeit noch als Politiker wahrgenommen?
Es ist ein Mix. Vor allem kennt man mich zwar schon als Züchter. Während des Wahlkampfes hatte ich aber auch schon «Riesenkürbis-Plakate». Darauf war ich mit einem grossen Kürbis abgebildet. Ich denke, die Leute wissen, dass ich auch als Politiker tätig bin.

Wie kamen Sie dazu, Riesenkürbisse zu züchten?
Vor zwölf Jahren bin ich durch einen Zeitungsbericht auf einen Züchter in Holland aufmerksam geworden. Ich war fasziniert und habe ihm 20 Euro geschickt und um Riesenkürbissamen gebeten. Das Antwortcouvert kam zwei Wochen später zurück. Mit den Samen und den 20 Euro. 

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