Ausgeglichenes Budget im Thurgau

KANTONSFINANZEN ⋅ Der Thurgauer Regierungsrat hat für 2018 ein ausgeglichenes Budget mit einem kleinen Ertragsüberschuss von 2,1 Mio. Franken präsentiert. Bis 2020 soll durch Einsparungen ein strukturelles Defizit von rund 20 Millionen verschwinden, für das bisher jeweils Reserven eingesetzt wurden.
27. September 2017, 15:28
Insgesamt rechnet der Thurgauer Regierungsrat im kommenden Jahr mit Ausgaben und Einnahmen in der Höhe von rund 2,1 Mrd. Franken. Damit liege man im Rahmen des Finanzplans, hiess es an der Medienorientierung vom Mittwoch.

Im Voranschlag wird von einem kleinen Ertragsüberschuss von 2,1 Mio. Franken ausgegangen. Finanzchef Jakob Stark (SVP) nannte das Ergebnis "unspektakulär". Man könne aber sehr zufrieden sein, dass dies gelungen sei.

Der von der Verwaltung beeinflussbare Sachaufwand bleibt im Vergleich zum Vorjahr konstant. Vorgesehen sind Nettoinvestitionen von 53 Mio. Franken.
 

Zusätzliche Stellen

Der Regierungsrat beantragt 17 zusätzliche Stellen. Bei einem Teil geht es um Umwandlungen von bisher befristeten Pensen. Mit dem Ausbau werden zusätzliche Erträge in der Höhe von 430'000 Franken erwartet. Unter anderem können anderen Kantonen erweiterte Leistungen − etwa bei der Heilmittelkontrolle − verrechnet werden.

Wie in den Jahren zuvor wird auf eine generelle Lohnerhöhung für das Personal verzichtet. Für individuelle Anpassungen der Gehälter ist im Budget ein Prozent der Gesamtlohnsumme eingeplant.
 

Neues Entlastungspaket

In der Finanzplanung rechnet der Kanton Thurgau auch in den nächsten Jahren mit schwarzen Zahlen. Bis 2020 soll aber ein strukturelles Defizit verschwinden, das bisher jeweils aus den Schwankungsreserven ausgeglichen wurde.

Der Regierungsrat schlägt dafür 52 kleinere und grössere Massnahmen vor. Das Paket folgt der bereits abgeschlossenen Leistungsüberprüfung (LÜP), die für eine nachhaltige Entlastung in der Höhe von 40 Mio. Franken gesorgt hatte.

Gelingt es, dieses neue Entlastungspaket zu schnüren, würde der Kanton Thurgau 2020 noch über ein Eigenkapital von rund 550 Mio. Franken verfügen. Dies wäre «hervorragend und sehr solide», so Stark.

Der Thurgauer Grosse Rat wird Budget, Finanzplan und Entlastungsprogramm im Dezember beraten. (sda)

Leserkommentare

Anzeige: