Geld für Schiffsanlegestelle in Güttingen

THURGAU ⋅ Der Regierungsrat des Kantons Thurgau leistet einen Beitrag von 50 Prozent oder maximal 100'000 Franken an die Gemeinde Güttingen für die Erstellung einer neuen Schiffsanlegestelle. Sie wird ab dem kommenden 31. Mai bedient.

26. Januar 2017, 07:40
Der Beitrag an die Gemeinde Güttingen stützt sich auf das Gesetz über die Förderung des öffentlichen Verkehrs. Gemäss diesem kann der Kanton Beiträge für den touristischen Verkehr gewähren, sofern ein vorrangiges kantonales Interesse besteht. "Dieses Interesse ist im Falle der Schiffsanlegestelle in Güttingen gegeben, da sie einen wichtigen Beitrag zur besseren touristischen Erschliessung des Schweizer Bodenseeufers darstellt", teilt die Thurgauer Staatskanzlei in einem Communiqué mit. Zudem werde dadurch die Kursschifffahrt gefördert und der öffentliche Seezugang verbessert.

Der Gemeinde Güttingen, die das Projekt federführend vorantreibt, erwachsen dank der Anlegestelle erhebliche Vorteile im Bereich der Standortattraktivität und der Steigerung der touristischen Nachfrage. "Deshalb erachtet es der Regierungsrat für angebracht, die Investitionskosten hälftig zwischen dem Kanton und der Gemeinde aufzuteilen", heisst es in der Mitteilung.
 
Das Projekt sieht vor, ab der Mole eine höhenverstellbare Anlagebrücke zu erstellen. Die Schiffe können die bestehende Fahrrinne des Kieshafens Güttingen nutzen. Die Anlegestelle bei der Mole kann über einen Zugangsweg erreicht werden. Sie ist laut der Staatskanzlei wesentlich günstiger zu erstellen, als wenn sie an der Seehalde platziert würde, die nur über einen rund 160 Meter langen Steg erreichbar wäre.

Die geplante Anlegestelle wird ab dem 31. Mai angefahren, und zwar lediglich durch die kleineren Kursschiffe der seequerenden Verbindung Immenstaad-Hagnau-Altnau-Güttingen-Immenstaad. Die grösseren Kursschiffe des Längsverkehrs Romanshorn - Kreuzlingen werden die Anlegestelle nicht anfahren, da sie bei der Ein- und Ausfahrt zu viel Zeit verlieren würden. (pd/red.)
 

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