Frau Schwarz hat sechsmal die Eins

KREUZLINGEN. Annamarie Schwarz aus Kreuzlingen hat sich das Kennzeichen TG 111'111 geschnappt. Ihr gefällt diese Nummer – und deshalb würde sie die auch nie verkaufen wollen.
26. März 2013, 06:24
TANJA WEIBEL

Stolz kniet Annamarie Schwarz neben ihrem roten Toyota Previa mit dem Kennzeichen TG 111'111. Vor gut zwanzig Jahren ist sie zufälligerweise zu dieser Nummer gekommen.

«Mein Mann und ich haben damals unsere Wechselnummer verloren und brauchten ein neues Kennzeichen. Da wir wussten, die TG 111'111 würde bald freigegeben werden, riefen wir beim Strassenverkehrsamt an.» Und siehe da, das Ehepaar Schwarz hatte Glück. Die Nummer sei noch am gleichen Tag freigegeben worden und die beiden konnten sie gleich abholen. Mehr als die üblichen Umschreibegebühren mussten sie dafür nicht bezahlen.

Alle Angebote ausgeschlagen

Seit sie die Nummer habe, sei Annamarie Schwarz schon oft angefragt worden, ob sie diese verkaufe. Die 60-Jährige habe aber kein Interesse an diesen Angeboten. Deshalb frage sie nicht einmal nach der Höhe der Offerten.

«Das Nummernschild gehört jetzt mir und wird wahrscheinlich irgendwann zu einer Art Familienerbstück. Wenn ich es nicht mehr brauche, wird wahrscheinlich eines meiner vier Kinder das Kennzeichen erben», sagt sie.

Viel Platz für Material

Derzeit braucht Annamarie Schwarz die Nummer aber noch für ihren Toyota Previa. Der Achtplätzer sei früher ein Familienauto gewesen, mittlerweile brauche sie es oft für Materialtransporte. Die 60-Jährige ist Präsidentin der Kreuzlinger Gospel Joy Singers und fährt etwa auch die technische Ausrüstung für die Konzerte hin und her.

Ein Abenteuer haben die Schwarz mit dem Toyota auch schon erlebt. «Das Auto hat einen Vierradantrieb, das heisst wir kommen eigentlich überall hin damit», sagt Schwarz. Bis auf dieses eine Mal: «Wir fuhren eine steile Strecke im Appenzell hinauf, bis das Auto plötzlich stehen blieb. Die Fahrbahn war spiegelglatt und wir begannen rückwärts zu rutschen.» Glücklicherweise prallte der Toyota irgendwann in den Wagen hinter ihm, und die Abfahrt hatte ein Ende. «Ich bin froh: Uns ist nichts passiert. Aber, dass uns das Kennzeichen beschützt hat, glaube ich nicht.»


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