Vertrauen gewinnen, ehrlich und authentisch sein

20. November 2017, 07:21

Aadorf Der Einladung zur Mitgliederversammlung der CVP-Ortspartei Aadorf leistete sein neuestes Mitglied, Gemeindepräsident Matthias Küng, Folge. In familiärem Rahmen hielt er Rück- und Ausblick auf die zweieinhalb Jahre seit seiner Wahl.

Der ehemalige Fussballer und Schiedsrichter beim FC Turbenthal würde gerne bei den Aadorfer Veteranen kicken, doch bliebe ihm dafür keine Zeit, sagte Küng. Eine Parallele zwischen seinem jetzigen Vollzeitjob und dem einstigen Hobby wollte er dennoch ziehen: «Ein guter Fussballschiri ist jener, der auf dem Platz nicht gross auffällt. Und so ist es auch im Amt eines Gemeindepräsidenten», meinte er, was der gut 20-köpfigen Zuhörerschaft ein Schmunzeln entlockte.

Er sei auf die Ausschreibung gestossen, unterzeichnet gleich von vier ortsansässigen Parteien. Dies habe ihn in Absprache mit seiner Frau Nathalie zur Bewerbung bewogen. Auftritte bei einer Findungskommission und eine Pressekonferenz hätten schon einigen Bammel verursacht. Der Wahlkampf mit Unterstützung des tollen Wahlkomitees und den vielen Präsentationen sei ebenso zeitaufwendig wie spannend gewesen. Die Erleichterung folgte bei der Wahl am 8. März 2015, die er knapp für sich entschied.

Sozusagen alles vom Vorgänger übernommen

In den ersten Monaten nach einer geordneten Übergabe habe er sich einen Überblick verschaffen und in Dossiers einlesen müssen. «Von meinem Vorgänger Bruno Lüscher habe ich sozusagen alles übernommen und war überrascht, in wie vielen Kommissionen er war», sagte er.

Mit einem guten Team und einem kooperativen Gemeinderat im Rücken konnte er seine Ziele erreichen, nämlich Schwerpunkte setzen, delegieren und die Verwaltung stärken. Der Kantonale Richtplan, die Raumplanung und der Gestaltungsplan seien wichtige Themen. «Trotz Kostendruck bei der sozialen Wohlfahrt und in der Gesundheit können die Steuern in Gemeinde und Schule um je zwei Prozent gesenkt werden», sagte Küng. Als Nächstes stünden die Projekte eines neuen Feuerwehr- und Werkhofgebäudes an, ebenso eine Ortsplanrevision, eine Teilrevision der Gemeindeordnung sowie das Bau- und Zonenreglement.

Es sei sein Credo, Vertrauen zu gewinnen, authentisch und ehrlich zu sein. Die Bürger sollen spüren, dass er für sie ein offenes Ohr habe und sie ernst genommen werden. Zuweilen fühle er sich in der Rolle als Mediator, wenn es darum geht, bei Nachbarschaftsstreitigkeiten vermittelnd einzugreifen. «Ich bin Mitglied in einer Wandergruppe, und dort geniessen Sie ein hervorragendes Image», sagte ein Rentner im Hinblick auf die Aussenwahrnehmung.

 

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch


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