Urabstimmung löst Generalversammlung ab

TOBEL ⋅ Die Raiffeisenbanken Münchwilen-Tobel und Wängi-Matzingen informierten am Mittwoch über die geplante Fusion. Die heutigen Standorte bleiben auch künftig erhalten.
17. November 2017, 06:58
Kurt Lichtensteiger

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Das Eingangsbild der Powerpoint-Präsentation, eine Weiche, die zwei Eisenbahnschienen zusammenführt, hatte Symbolcharakter im Hinblick auf die geplante Fusion der Raiffeisenbanken Münchwilen-Tobel und Wängi-Matzingen. Über diese Zusammenarbeit haben die beiden ­Genossenschaften am Mittwochabend in der Turnhalle Primarschule Tobel informiert.

Stefan Blatter, Verwaltungsratpräsident der Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel, musste zum Schluss seiner Ausführungen lediglich die Frage beantworten, ob in zehn Jahren noch vier Banken bestehen bleiben würden, was er klar bejahte.

Münchwilen-Wängi als neue Bezeichnung

«Aus einer Position der Stärke haben sich die Verwaltungsräte der beiden Raiffeisenbanken zueinem gemeinsamen Weg entschlossen», sagte Blatter. Die neue Raiffeisenbank mit der beantragten Bezeichnung Raiffeisenbank Münchwilen-Wängi wird rund 10000 Mitglieder zählen. Über den Zusammenschluss befinden die Genossenschafter der Nachbarbanken im kommenden Frühling an den General- versammlungen vom 14. April (Münchwilen-Tobel) und 20. April (Wängi-Matzingen).

Die Fusion fordert keinen Personalabbau und die Geschäftsstellen Tobel und Matzingen bleiben erhalten. Juristischer Sitz der neuen Bank wird Wängi sein, während in Münchwilen die zentrale Verwaltung domiziliert wird. Der zukünftige Verwaltungsrat soll sich aus Mitgliedern der heutigen Raiffeisenbanken zusammensetzen. Als Präsident ist Stefan Blatter vorgesehen. Die designierten Mitglieder der Bankleitung sind Christian Konrad, Marco Niedermann, Christian Sutter und Pino Tedesco. Die Evaluation eines neuen Vorsitzenden ist derzeit im Gange. Die Generalversammlung als beschlussfassendes Organ soll ab 2019 durch eine Urabstimmung abgelöst werden. Mit der schriftlichen Stimmabgabe kann sichergestellt werden, dass alle Genossenschafter ihre Stimme abgeben können, auch wenn sie nicht an der Generalversammlung teilnehmen. Der gesellschaftliche Teil wird an jährlichen Anlässen an zwei bis vier Standorten gepflegt, so dass die persönliche Note und Ortsverbundenheit nicht verloren geht, sondern eher gestärkt wird.

Auf Interesse der Zuhörer stiessen ein Neubau- und ein Umbauprojekt. In Münchwilen steht ein Neubauprojekt bevor, wofür 78 Bewerbungen eingegangen sind. In die engere Auswahl kamen deren zehn. Im Jahr 2020 beziehungsweise 2021 sollte der Bau bezugsbereit sein. In Tobel geht es um eine Erweiterung im Erdgeschoss und eine Mietwohnung im Obergeschoss, mit Umsetzung im Mai 2018.


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