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Tagblatt Online, 09. Februar 2012 08:43:00

Ganz nah bei der Regierung

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Regierungsräte im Fokus: Finanzdirektor Bernhard Koch (FDP), Bildungsdirektorin Monika Knill (SVP), Moderator Thomas Kauth und Sicherheitsdirektor Claudius Graf-Schelling (SP). (Bild: Mario Testa)

GLOTEN. Drei Thurgauer Regierungsräte warben in Gloten um die Gunst der Wähler für die anstehenden Regierungsratswahlen. Beim Podium der Interpartei Hinterthurgau betonten alle drei eingangs ihre Beziehung zum Hinterthurgau.

MARIO TESTA

Die drei Regierungsräte Monika Knill, Bernhard Koch und Claudius Graf-Schelling stellten sich im Restaurant Hirschen den Fragen der Hinterthurgauer Wählerinnen und Wähler. Knapp vierzig von ihnen waren erschienen, um der SVP-Frau sowie dem CVP- und dem SP-Mann zuzuhören und sie mit Fragen zu konfrontieren. Organisiert wurde der Anlass von der Interpartei Hinterthurgau, die Präsident Thomas Kauth so vorstellte: «Also ein Verein sind wir nicht. Wir sind eine Zusammenkunft aller Parteipräsidenten aus dem Bezirk. Wir wollen dafür sorgen, dass die Politik im Bezirk nicht einschläft.»

«Ich bin ein Hinterthurgauer»

Nach den einleitenden Worten Kauths stellten sich die drei Exekutivmitglieder kurz vor. Regierungsrätin Monika Knill ist in der Nachbargemeinde von Sirnach aufgewachsen. «Die ersten vier Jahre meines Lebens verbrachte ich in Wil, die Eindrücke dieser Gegend habe ich also mit in die Wiege gelegt bekommen», sagte sie zu Beginn ihrer kurzen Ansprache. Dieser Charmeoffensive seiner Regierungskollegin wollte Bernhard Koch nicht nachstehen. «Auch ich habe eine Beziehung zum Hinterthurgau – ich bin doch immerhin Bürger von Wuppenau», begann er seine Rede.

Klar, dass auch Claudius Graf-Schelling nicht darauf verzichten wollte, die Sympathien der Anwesenden im Restaurant Hirschen in Gloten zu gewinnen. «Ich habe mich gefreut, dass ich in ihrem Bezirk in Littenheid und Fischingen drei Luchse aussetzen durfte während meiner Amtszeit», sagte er und erntete ein Lachen aus dem Publikum. Alle drei Regierungsmitglieder stellten ihre Departemente vor und zeigten auf, was für Projekte und Herausforderungen jeweils anstehen. Anschliessend folgten die Fragen von Moderator Kauth und vom Publikum.

Reden da nicht alle drein?

Ob die Kriminalität nach dem Beitritt zu Schengen/Dublin zugenommen habe, wollte ein Mann aus dem Publikum vom Sicherheitsdirektor Graf wissen. Dieser konnte ihn beruhigen, dass dies nicht der Fall sei. Bildungsdirektorin Knill, die gerne die erste Regierungspräsidentin in der Geschichte des Kantons Thurgau werden würde, musste auf eine entsprechende Frage zugestehen, dass es schon schwierig sei im Bereich Bildung, weil sich «jeder als Experte fühlt» und dreinredet.

Finanzdirektor Koch antwortete auf die Frage, ob von den 330 Millionen Franken in der gut gefüllten Kantonskasse auch etwas für Notstände reserviert sei, dass rund die Hälfte des Geldes in den kommenden Jahren zur Deckung der Defizite eingesetzt würde.





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