Spätabends war die Wahl klar

OBERWANGEN ⋅ Am dritten Oktoberfest Tannzapfenland wurde nicht nur eine neue Miss gewählt. Mit seinem nicht ganz perfekten Fassanstich sorgte auch Hausi Leutenegger für ausgelassene Stimmung in der Hörnlihalle.
18. September 2017, 07:51
Christoph Heer

Christoph Heer

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch

Jahr für Jahr zeigt Hausi Leuten­egger an zwei Oktoberfesten, was er mit dem Hammer drauf hat. Am Freitagabend versprach er in der Hörnlihalle denn auch, mit nur wenigen Schlägen das Fass Bier anzustechen. Doch es will nicht immer so, wie man es sich wünscht.

Denn erst nach zahlreichen Schlägen sass der Zapfhahn in seiner Halterung und das flüssige Gold floss. Wohin die ersten Tropfen flossen? Direkt in den Mund von Hausi Leutenegger. Denn bis das erste Mass den Weg auf die Bühne gefunden hatte, wäre zu viel von dem kostbaren Gut auf dem Boden gelandet. So nahm Hausi National gleich seinen ersten grossen Schluck ab Zapfhahn.

Das Publikum in der proppenvollen Hörnlihalle freute es, denn wie man ihn kennt, so unterhielt Hausi die 550 Gäste auch am Mikrofon bestens. Natürlich fehlte die Aufzählung nicht, was er alles erreicht hat in seinem Leben. Vom Filmstar bis zum Olympiasieger – viele Anekdoten liess er verkünden, während es in der Halle immer lauter wurde. Moderiert wurde der eröffnende Fassanstich von Franz Heinzer. Mit auf der Bühne war natürlich die zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Miss Oktoberfest 2016, Justine Segenreich.

Ein erstes Lied, und ab geht’s

Kaum hatten die musikalischen Stimmungsmacher aus Österreich, «Sepp Mattlschweiger’s Quintett Juchee», die ersten Töne gespielt, standen auch schon die ersten Gäste auf ihren Festbänken. Schunkelnd und – wie es sich gehört für ein richtiges Oktoberfest – das Mass Bier in der Hand, grölten, sangen, stampften und johlten sie mit, als wäre es für die nächsten zehn Jahre die letzte Partynacht im Hinterthurgau. Apropos Hinterthurgau: Wer meinte, dieses Oktoberfest sei von Einheimischen für Einheimische, der sah sich schnell eines Besseren belehrt. Aus der ganzen Deutschschweiz waren trinkfeste Besucher angereist. Es scheint, als hätte sich herumgesprochen, wie gut das Oktoberfest im südlichsten Zipfel des Thurgaus ist. Dank tadelloser Organisation seitens Metallharmonie Dussnang-Oberwangen mitsamt allen Helfern im Vorder- und Hintergrund feierte die Meute in die Nacht hin­ein. Und auch wenn ab und zu eine Festbank in Brüche ging: Ein Prosit auf das Leben und darauf, dass die vierte Austragung schnellstens vor der Türe steht.

Zum ersten Mal wurde die neue Miss Oktoberfest direkt an der Party gewählt; eine klare Verbesserung des Anlasses. In der Jury sassen nebst der ehemaligen Miss Justine Segenreich, Cornelia Lenzlinger, Godi Siegfried, Martin Meile, Roman Kaiser und Roland Fischbacher. Sie ernannten spätabends Larissa Klammsteiner aus Fischingen zur neuen Miss Oktoberfest Tannzapfenland.


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