Ja zur Million und zu End-Riedwyl

Balterswil hat zwei wichtige Entscheidungen getroffen. Einerseits wurde Jacqueline End-Riedwyl in den Gemeinderat gewählt, andererseits sagten die Stimmbürger ja zum zinslosen Darlehen für Wohnen im Alter.
25. September 2017, 07:56
Christoph Heer

Christoph Heer

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch

Die Anspannung war richtig­gehend spür- und greifbar, als es Gemeindepräsident Beat Weibel anlässlich des Wahlapéros im Restaurant Landhaus spannend gemacht hat. Die Erleichterung war danach dafür umso grösser, als klar wurde, dass das zinslose Darlehen seitens der Politischen Gemeinde an die Genossenschaft Wohnen im Alter Hinterthurgau in der Höhe von einer Million Franken klar angenommen wurde.

Beat Weibel freute sich demnach über die grosse und vorgängig erwünschte Stimmbeteiligung von 49,4 Prozent, während sich Paul Widmer, Genossenschaftspräsident Wohnen im Alter (WIA), an 583 Ja-Stimmen gegenüber 321 Nein-Stimmen erfreute. «Dass das zinslose Darlehen bewilligt wurde, freut uns natürlich ungemein. Es ist ein Dank, nicht nur mir als WIA-Präsident, sondern auch allen fleissigen Helferinnen und Helfern gegenüber, die im Hintergrund wichtige Arbeit leisten», sagte Widmer. Gleichzeitig versprach er, dass sie sich an den Kostenrahmen halten werden.

Die Eröffnung ist auf Anfang 2020 geplant

Die WIA will für 8,5 Millionen Franken 17 Alterswohnungen bauen. Mit der Genehmigung dieser zinslosen Million von der Gemeinde kann das Projekt nun richtig durchstarten. Paul Widmer will sich bei den Ja-Sagern bedanken und gleichzeitig den Gegnern seinen Respekt zollen. Jetzt gebe es aber zuerst einmal viel zu tun. «Die Detailplanung, mit allem, was dazu gehört, wird uns richtig einspannen. Insbesondere erarbeiten wir jetzt die Botschaft mit dem Baukredit, dieser muss dann von den Genossenschaftern abgesegnet werden.» Wenn alles nach Plan laufe, hofften sie, Anfang 2020 das Zentrum WIA eröffnen zu können.

Als einzige offizielle Kandidatin stellte sich Jacqueline End-Riedwyl zur Wahl in den Gemeinderat. Sie schaffte dies mit einem souveränen Resultat. Von 579 gültigen Stimmzetteln entfielen deren 505, bei einem absoluten Mehr von 290, auf End-Riedwyl. Die Stimmbeteiligung lag auch hier bei 49,4 Prozent. Auf Vereinzelte entfielen 74 Stimmen. Ihr Vorgänger Roger Schneider wird Ende Oktober sein Amt nieder­legen, bleibt aber unterstützend noch im Hintergrund tätig.

Die parteilose Jacqueline End-Riedwyl freut sich auf ihre neue Aufgabe. Zuerst wolle sie natürlich ihren Wählern und ihrer Familie danken. Und jetzt, nachdem sich die Anspannung gelöst habe, steige die Freude auf bevorstehende Taten. «Meine Motivation, mich im neuen Gremium einzubringen und die herausfordernden Aufgaben anzunehmen, sind riesig», sagte sie abschliessend.


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