Fragestunde zur Umfahrung

SIRNACH ⋅ Die Realisierung der «Spange Hofen» rückt näher. Am Donnerstag lud die Gemeinde zur Information über den Projektstand. Besucher äusserten Bedenken.
02. Dezember 2017, 09:28
Roman Scherrer

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Der Mehrzweckraum des Werkhofs Sirnach war gut gefüllt, als am Donnerstagabend die Gemeinde zur Information über den aktuellen Stand der «Spange Hofen plus» einlud. Das Gesamtprojekt umfasst neben der neuen Umfahrung von der Rosenstrasse bis zur Q20 auch die Neugestaltung der Winterthurerstrasse und der Oberhofenstrasse.

Bauingenieur Olivier Leuenberger erläuterte die Details zur Umfahrung «Spange Hofen». «Vor allem beim Knoten Rosenberg gab es viele Randbedingungen zu berücksichtigen. Etwa die Verkehrssicherheit, den Langsamverkehr und, dass wir möglichst wenig Land beanspruchen sollten», sagte er.

Für den Langsamverkehr sehen die Pläne an der Umfahrung einen kombinierten Rad- und Gehweg mit einer Breite von 3,5 Metern vor. Gegen das Rosenberg-Quartier wird eine drei ­Meter hohe Lärmschutzwand erstellt. Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht eine längere zwei Meter hohe Lärmschutzwand. Ein sogenannter Flüsterasphalt wird den Verkehrslärm zusätzlich dämmen. Am Knoten Rosenberg gibt es einen Fussgängerstreifen. Beim Fussballplatz Kett sind zwei Übergänge ohne Fussgängerstreifen, aber mit je einer Mittelinsel geplant. Dies sei sogar sicherer als ein Fussgängerstreifen, da man so als Fussgänger aufmerksamer auf den Verkehr achte und nicht einfach auf die Strasse laufe, betonte Raffaele Landi vom Kantonalen Tiefbauamt. Die Winterthurerstrasse wird künftig vom Rosenberg bis zur Q12 eine Tempo-30-Zone sein – ausgestattet mit breiten Gehwegen. «Es soll eine Strasse werden, bei der die Siedlung im Mittelpunkt steht, nicht der Verkehr», so Leuenberger.

Der Verkehr auf der Oberhofenstrasse wird mit verschiedenen Massnahmen beruhigt. Etwa mit einem Lastwagen-Fahrverbot von der Winterthurerstrasse her.
 

Baubeginn auf Herbst 2018 geplant

Nach den Ausführungen der Planer und des Gemeindepräsidenten Kurt Baumann entwickelte sich eine Fragestunde. Einige Besucher hatten Bedenken, was den Lastwagen- und Busverkehr betrifft. Andere fragten, ob nicht ein Kreisel beim Knoten Winterthurerstrasse/Q20 sinnvoll wäre. Oder welches Tempo auf der ­Umfahrung gelten werde. «60», antwortete Landi. Auch die vielen weiteren Fragen konnten die ­Experten beantworten. Nach der Veranstaltung erteilten sie den Interessierten weitere Auskünfte vor den aufgehängten Plänen.

Die Planung der Oberhofen- und Winterthurerstrasse ist noch nicht abgeschlossen. Die «Spange Hofen» soll aber im April öffentlich aufgelegt werden. Gehen keine Einsprachen ein, kann im Oktober 2018 gebaut werden. «Auf das wartet man in Sirnach seit 40 Jahren», sagte Baumann. Ende 2019 soll die Umfahrung dann bereitstehen. Anschliessend wird an der Oberhofen- und der Winterthurerstrasse gebaut.


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