Facelift für das Aaheim

AADORF ⋅ Die Umbauarbeiten im Alterszentrum sind abgeschlossen. Am Tag der offenen Tür besichtigten zahlreiche Interessierte die Räumlichkeiten.
03. Oktober 2017, 07:09
Kurt Lichtensteiger

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

«Ich bin froh, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinde Aadorf in den vergangenen 40 Jahren all die nötigen Kredite zum Bau und danach zum Aus- und Umbau bewilligt haben. Jetzt verfüge ich über einen zukunftsweisenden Betrieb. Zusammen mit den 24 angegliederten Alterswohnungen und mit der separaten Wohngruppe für Menschen mit Demenz sind wir auf bestem Weg, die laufenden und bevorstehenden Entwicklungen im Gesundheitswesen zu bewältigen», sagte Geschäftsführer ­Lucien Kessler am Tag der offenen Tür im Aaheim.

Vor sechs Jahren hat er die Betriebsleitung übernommen und die Entwicklung des stationären Aufenthaltes massgebend mitgeprägt. In seine Amtszeit fielen die Sanierung der Küche und der Umbau alter Bewohnerzimmer sowie die Fassadensanierung. Dafür wurden in den letzten drei Jahren rund 7,5 Millionen Franken investiert. Eine eindrückliche Bildergalerie illus­trierte die baulichen Veränderungen in den vergangenen 40 Jahren auf anschauliche Weise. «Heute bietet das Aaheim auf vier Wohngruppen 86 Betten in Einer- und Zweierzimmern an. Im Durchschnitt bezahlen die Bewohner monatlich etwa 5000 Franken für Pension, Betreuung, den Selbstbehalt der Pflege und persönliche Auslagen. Gegen 120 Mitarbeitende in Voll- und Teilzeit sind in der Pflege und Betreuung tätig», fährt Kessler fort. Den witterungsmässig durchzogenen Sonntag, den Internationalen Tag der älteren Menschen, nutzten von 10 bis 16 Uhr zahlreiche Besucher zu einem informativen Rundgang. Dieser führte von der Caféteria in den Esssaal, die umgebaute Küche, zu den Einzel- und Doppelzimmern, den Andachtsraum, zur Wäscherei und Lingerie, zur angeschlossenen Physiotherapie und schliesslich bis hin in den Naturgarten. Der Blick hinter die Kulissen zeigte, dass die Infrastruktur für eine zeitgemässe Pflege und Betreuung vorhanden ist. So bedeutungsvoll der Rahmen auch ist, so wichtig sind die Menschen, die dahinterstehen. Sie sorgen für ein Klima, das den Aufenthalt für die Bewohner so angenehm wie möglich gestaltet und deren Wohlergehen als oberstes Ziel betrachtet.

Freude bei Bewohnern und Mitarbeitenden

Auch am Tag der offenen Tür standen die gewohnt freundlichen Angestellten den Interessierten mit Rat und Tat zu Diensten. Sowohl die Mitarbeitenden als auch die Bewohner des Aaheims erfreuten sich offensichtlich am nicht alltäglichen Kommen und Gehen. Die Caféteria, wo ein Pasta- und Kuchenbüffet zum Zugreifen lockte, war der ideale Begegnungsort. Auch das Werkstübli, wo Handwerkliches über den Ladentisch ging, brauchte sich nicht über mangelnden Besuch zu beklagen. Selbst die Kinder hatten ihren Spass, nämlich bei einer Fahrt auf dem Nostalgie-Karussell. Auf die Frage, ob der Besuch im Altersheim nicht das mulmige Gefühl auslöse, möglicherweise selbst einmal fremdbestimmt zu werden und die Unabhängigkeit einzubüssen, meinte die Aadorfer Besucherin Annelis Jordan: «Ich bleibe daheim, solange es geht. Und wenn das nicht mehr möglich sein sollte, bin ich froh, ein neues Daheim zu finden, wo man – wie man sieht – liebevoll umsorgt wird bis zum Tod.»


Leserkommentare

Anzeige: