Ein optimales weiteres Standbein

LITTENHEID ⋅ Die Clienia AG baut im Kanton Schwyz einen zusätzlichen Standort für die Kinder- und Jugendpsychiatrie auf. Dazu habe sie mit der Spital Lachen AG eine «starke Partnerin» gefunden, wie das Unternehmen mitteilt.
05. Oktober 2017, 05:18

Die Spital Lachen AG und die Clienia AG sind beides private Spitalbetreiberinnen mit ähn­lichem Geschäftsverhalten sowie einer ähnlicher Strategie und Denkhaltung. Dabei liege keine direkte Konkurrenz vor. Vielmehr sehen die beiden Parteien eine ideale Ergänzung der Leistungen in der Akutsomatik einerseits und der Psychiatrie andererseits. Ausserdem bestehe zwischen den beiden Gesellschaften bereits eine langjährige, bewährte Kooperation im Leistungsbereich Adipositaszentrum des Spitals Lachen.

Aufträge aus dem Raum Ostschweiz

Die Clienia AG ist die Betreiberin einer Privatklinikgruppe mit mehreren stationären und ambulanten Standorten, insbesondere in den Regionen Ostschweiz und Zürich. Die Tochtergesellschaft Clienia Littenheid AG arbeitet im Rahmen der Spitalversorgung mit mehreren Kantonen zusammen und habe sich unter anderem mit dem Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie führend positioniert. Grundversorgungsaufträge für dieses Fachgebiet bestehen mit den Kantonen Thurgau, Schwyz, Zug, Uri, Appenzell Ausser- und Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Zürich sowie mit dem Fürstentum Liechtenstein.

Das vor einigen Jahren entwickelte kinder- und jugendgerechte Konzept mit Namen Burg Lino werde auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie als innovativ und über die Grenzen der Schweiz hinaus als beispielhaft wahrgenommen, schreibt Clienia.

Zur besseren Erfüllung dieser Leis­tungsaufträge plant die Clienia Littenheid AG einen stationären Standort für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Richtung Zentralschweiz und erachtet die Zu­sammenarbeit mit dem Spital ­Lachen als eine optimale Standorterweiterung auf dem Gebiet des linken Zürichseeufers, das diesbezüglich noch wenig versorgt sei.

Geplant seien 16 stationäre und 4 tagesklinische Plätze. Dazu komme eine Gruppenpraxis mit konsiliarischem Angebot für Erwachsene. Der Verwaltungsrat der Spital Lachen AG habe Mitte dieses Jahres den Auftrag für die Entwicklung einer ersten von insgesamt vier Bauetappen für eine Gesamtsanierung der Liegenschaften und ebenso für die Spitalerweiterung erteilt.

Modern zu denkmalgeschützt

Ein Neubau Gesundheitszen­trum mit Raum für Praxen und am­bulante Leistungsbereiche des ­Spitals sowie externe Mieter soll architektonisch in moderner, offener Bauweise an das denkmalgeschützte alte Spital angefügt werden. Die Hauptmieterin in diesem neuen Gebäude soll die Clienia Littenheid AG werden. Zudem wird gleichzeitig ein neuer Servicetrakt mit Operations­sälen, einer neuen Intensiv­station und Sterilisation sowie ­diversen Servicebereichen wie beispielsweise Küche und Wäscherei ­geplant.

Gebaut wird bei laufendem Betrieb

Die Bautätigkeit werde bei laufendem Spitalbetrieb erfolgen müssen. Dieser Umstand setze eine minu­tiöse Planung voraus. Sobald die Grobplanung für die genannten Gebäude abgeschlossen ist, will Clienia die Behörden und Bevöl­kerung näher informieren. Nach der bisherigen Einschätzung werde dies voraussichtlich im Frühjahr 2018 der Fall sein. Der Start der Bauarbeiten sei auf Anfang des Jahres 2019 geplant. (red)


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