Talk zum Tag der älteren Menschen

FRAUENFELD ⋅ Am Sonntag sendete Radio SRF 1 die Sendung «Persönlich» live aus dem Rathaus. Zu Gast waren nebst vielen Besuchern Model und Medienunternehmerin Claudia Lässer sowie Hypnosetherapeut Attilio Muccione.
02. Oktober 2017, 09:20
Hugo Berger

Hugo Berger

frauenfeld

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thurgauerzeitung.ch

Noch ein paar Minuten bis zehn Uhr. Die Spannung im voll besetzten Bürgersaal steigt. «Eine Live-Sendung ist halt doch etwas Besonderes», flüstert eine Zuhörerin ihrer Nachbarin ins Ohr. Dann ist es soweit: Was jetzt vorne am kleinen Tisch von Moderator Christian Zeugin und seinen beiden Gästen, Claudia Lässer und Attilio Muccione, gesprochen wird, können rund 450000 Zuhörer am Radio mithören.

Die erste Frage gilt dem Hypnotiseur Muccione. «Können Sie auch Schmerzen lindern beim Zahnarzt?» Ja, er habe kürzlich selbst eine kleine Operation am Arm dank Selbsthypnose gut überstanden, so seine Antwort. Zum Wesen der Hypnose meint der ehemalige Kaufmann und Personalchef: «Alles hat seine Ursache im seelischen Bereich. Ich gebe als Hypnosetherapeut nur den Anstoss, heilen muss sich der Mensch selber.» Die Schulmedizin wisse viel, aber das Menschliche käme zu kurz. So etwa müssten die Ursachen für Süchte wie Rauchen und Alkoholismus nicht selten auf Erlebnisse im Mutterleib zurückgeführt werden. Das Hypnotisieren habe er in einem eintägigen Kurs erlernt und bereits am ersten Tag bei seinen beiden Söhnen angewendet.

Dass er seine gut bezahlte Stelle als Personalchef aufgab, um als Hypnosetherapeut zu arbeiten, kam bei seiner Familie nicht gut an. Seine Frau trennte sich von ihm, der Start war schwierig. «In der ersten Zeit hatte ich nicht mal Geld, um Kaffee zu bezahlen.» Seinem Grundsatz ist er dennoch bis heute treu geblieben: Der Kunde kann für eine Sitzung bei ihm so viel bezahlen, wie sie ihm wert ist.

Körperliche Grösse war unerwünscht

Einen Wandel in ihrem Leben hat auch die Isliker Medienunternehmerin und Model Claudia Lässer erlebt. «Mit einer Grösse von 182 Zentimetern überragte ich als Teenager alle Buben und kam mir vor wie eine Heuschrecke.» 1996 wurde sie zur Miss Ostschweiz gekürt und belegte zwei Jahre später an den Miss-Schweiz-Wahlen den vierten Platz. Dazu sagt sie: «Das war ein Teil meiner Entwicklung. Darauf bin ich heute nicht mehr wahnsinnig stolz.» Um stolz zu sein, hat sie heute andere Gründe: Im Januar 2000 wurde sie von Star-TV an einem Casting entdeckt. Sie moderierte dort die Talksendung «Claudias Sofa». Seit August 2012 ist sie beim Pay-TV-Sender Teleclub Leiterin des Sportprogramms. Ihre Erfolge führt Lässer nicht zuletzt auf ihre Kindheit zurück. «Ich hatte Eltern, die mir etwas zutrauten, die mir Geborgenheit und bedingungslose Liebe schenkten.» Als eines ihrer schönsten Erlebnisse schildert sie die Geburt ihrer Tochter.

Die Radio-SRF1-Sendung aus dem Rathaus im Internet unter: srf.ch/sendungen/persoenlich


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